Hurrikan-Gebiete Ban besucht Haiti und verspricht UNO-Hilfe

LES CAYES (HTI) - Verwüstung, Tod und Seuchen: UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Hurrikan-Gebiete in Haiti besucht. Das Ausmass der Zerstörung mache ihn «sehr, sehr traurig».

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bei seinem Besuch in der Stadt Les Cayes in Haiti. play
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bei seinem Besuch in der Stadt Les Cayes in Haiti. KEYSTONE/AP/REBECCA BLACKWELL

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UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den vom Hurrikan «Matthew» verwüsteten Süden Haitis besucht, um sich selbst ein Bild von der Lage dort zu machen. Er sei «sehr, sehr traurig» über das Ausmass der Zerstörung, sagte Ban am Samstag nach seiner Ankunft in Les Cayes.

Zuvor hatte er das zerstörte Gebiet mit einem Helikopter überflogen. Der UNO-Generalsekretär sicherte den Opfern die Unterstützung der Vereinten Nationen zu. «Die Menschen weltweit sind mit Ihnen", sagte er beim Besuch einer zur Notunterkunft umfunktionierten Schule in der von dem Wirbelsturm schwer getroffenen Stadt Les Cayes. Dort harren noch etwa 500 Menschen aus, deren Häuser von «Matthew» zerstört wurden.

Beim Durchzug des Wirbelsturms «Matthew» durch Haiti am 4. Oktober waren nach neuen Angaben vom Freitag mindestens 546 Menschen ums Leben gekommen. Viele Orte wurden dem Erdboden gleichgemacht, die Überlebenden haben kaum etwas zu essen. Darüber hinaus droht eine neue Cholera-Epidemie. Nach UNO-Angaben sind 1,4 Millionen Menschen auf Nothilfe angewiesen.

Geberländer mobilisieren

Die UNO hatte die internationale Gemeinschaft zu Nothilfezahlungen in Höhe von 120 Millionen Dollar aufgerufen, um den Menschen im Katastrophengebiet in den nächsten drei Monaten unter die Arme greifen zu können. Bisher sind aber erst zwölf Prozent der Summe eingegangen. Mit seinem Besuch hofft Ban auch, die Geberländer stärker mobilisieren zu können und eine erneute humanitäre Katastrophe in dem Land zu vermeiden.

Der bitterarme Karibikstaat hat sich noch immer nicht von den Folgen des verheerenden Erdbebens des Jahres 2010 erholt, weshalb die erneute Naturkatastrophe die Menschen dort besonders hart trifft. (SDA)

Publiziert am 16.10.2016 | Aktualisiert am 27.10.2016
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2 Kommentare
  • Urs  Saladin , via Facebook 16.10.2016
    Wäre nicht das Geld, welches dieser "Ausflug" mit dem ganzen Begleittross gekostet hat, besser angelegt gewesen, wenn es zur Unterstützung der Opfer eingesetzt worden wäre? Was nützen diesen die schönen Worte? Und was nützen Zusicherungen von Geberländern, wenn dann doch nicht bezahlt wird, weil zuviel Geld in die Kriegsmaschinerie fliessen muss?
  • Werner  Bieinisowitsch aus Sant Jordi
    16.10.2016
    Die Politiker weltweit, unter ihnen auch Ban Ki Moon sind "sehr, sehr traurig", überfliegen die Katastrophengebiete im Helikopter. Nur, das "sehr,sehr traurig" allein der "scheinheiligen Politiker" und Staatsmännern hilft den armen Menschen in Haïti nicht, und bringt ihnen auch kein Essen, keine neuen Häuser, einfach NICHTS. Aber man, die Schweiz inbegriffen, stopft lieber den Millionen Wirtschaftsflüchtlingen den "A...." voll, statt einen Teil dieser Milliarden nach Haïti zu geben.