Hurrikan bedroht Ostküste «Matthew» fordert über 800 Tote in Haiti

Der Hurrikan «Matthew» hat die Karibikinsel Haiti schwer verwüstet. Es ist von über 800 Toten die Rede, zehntausende Menschen sind obdachlos.

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Vor allem im Südwesten des armen Karibikstaates ist die Situation besonders dramatisch. In der Stadt Jérémie seien 80 Prozent der Häuser zerstört oder beschädigt, sagt Holly Frew von der Hilfsorganisation Care. «Wir haben mit Leuten gesprochen, die alles verloren haben.» 

Laut der Nachrichtenagentur Reuters kamen durch Hurrikan «Matthew» in Haiti über 800 Menschen ums Leben. «Der Sturm hat die Menschen in einen Zustand des Schocks und der Verzweiflung versetzt», berichtet Care-Mitarbeiter Patricl Louis. «Sie haben nicht nur ihre Häuser und ihre Ernte verloren, sondern oft auch Familienmitglieder. Sie sind in Trauer.»

Noch immer kämpft Haiti mit den Folgen des schweren Erdbebens vor sechs Jahren mit mehr als 200'000 Toten. Von den Zerstörungen, die jetzt der Wirbelsturm mit sich brachte, ist laut dem UN-Büro für humanitäre Hilfe etwa die Hälfte der elf Millionen Haitianer betroffen.

Erste Todesopfer in den USA

Die ersten Ausläufer des Hurrikans erreichten Florida am Freitagmorgen, sie brachten sintflutartigen Regen und Windböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 195 Kilometern pro Stunde. «Dieser Sturm ist ein Monster», warnte Floridas Gouverneur Rick Scott. Wer sich der Anordnung der Behörden widersetze, riskiere den Tod. «Geht nicht surfen, geht nicht an den Strand. Ihr werdet sterben», warnte er.

Die Zahl der Todesopfer durch «Matthew» ist in den USA auf drei gestiegen. Wie eine Sprecherin der Feuerwehr des Landkreises St. Lucie in Florida mitteilte, starb ein 82-Jähriger mit Schlaganfall-Symptomen, weil die Rettungskräfte wegen des Wirbelsturms nicht zu ihm durchkamen. Der Mann starb später in einem Krankenhaus.

Hurrikan «Matthew» fordert in Haiti über 800 Tote play
Hurrikan «Matthew» sorgte im US-Bundesstaat Florida unter anderem für überschwemmte Strassen. Keystone

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass eine 58-jährige Frau in Florida nach einem Herzstillstand zu Hause nicht mehr gerettet werden konnte, ebenfalls weil die Rettungskräfte wegen des Sturms nicht rechtzeitig zu ihr kommen konnten.

Zudem kam nach Angaben der Behörden eine Frau im Landkreis Volusia ums Leben, die Tiere füttern wollte und dabei von einem umstürzenden Baum erschlagen wurde.

Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass er ab Sonntagabend Ortszeit durch eine Kaltfront über dem Nordosten der USA hinaus auf den Atlantik geschoben wird. (sda/gru)

Publiziert am 08.10.2016 | Aktualisiert am 10.10.2016
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  • drafi  schweizer aus berg
    08.10.2016
    wir wissen ja gar nicht in was für einer glücklichen Wetterzone wir Leben dürfen, wenn bei uns mal ein Unwetter übers Land zieht haben wir das Gefühl wie schlimm es denn ist, was jedes Jahr die Armen der ärmsten in diesen Ländern Erleben können wir nur aus TV und Medien Erahnen, es ist Tragisch, immer die gleichen Länder, immer die Armen, wir sollten Gott danken dass es uns so gut geht, also hört auf zu Jammern, uns geht es in jeder Beziehung gut
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    08.10.2016
    Wohin geht mein Spendengeld? Nach dem Erdbeben im 2010 hat die Welt über 50 Millionen Franken gespendet und heute leben die Menschen auf Haiti immer noch in Notbaracken? Klar, dass die einem Sturm nicht standhalten. Wohin ist all das Spendengeld geflossen? Von mir bekommt die Glückskette kein Geld, die verteilen das einfach weiter und es landet bei Korrupten und nicht bei den Betroffenen.
    • -  -.- 08.10.2016
      Das Geld wurde/wird für eine Präsidentenkandidatur verwendet. Wer die Spuren sucht, wird auch fündig. Das ist doch viel wichtiger als den Inselbewohnern Essen und Häuser zu bezahlen. Die heutige Welt ist derartig grausam verlogen, dass die Allermeisten besser nichts darüber wissen (sollen).
  • Thomas  Zürcher 08.10.2016
    ....und das schlimmste daran ist, dass durch die Erderwärmung die Temperaturen der Meere steigen und dadurch können tropische Stürme an Kraft gewinnen und noch gefährlicher werden.Eine Erwärmung der Meeresoberfläche um ein Grad erhöht die Zahl von starken Wirbelstürmen um fast ein Drittel. Keine guten Aussichten für die betroffenen Menschen in diesen Regionen die jetzt schon extrem leiden müssen durch diese verheerenden Stürme.
  • Hermann  Kuch aus Dintikon
    08.10.2016
    Dass die armen Menschen auf Haiti verzweifelt sind, kann man gut nachvollziehen, aber wo sind denn die 10-stelligen Summen geblieben, die von der halben Welt nach dem Erdbeben gespendet worden sind, wenn die Leute noch heute in Zelten und Baracken wohnen, die natürlich diesem Sturm niemals standhalten können und es auch beim nächsten Hurrikan auch nicht tun!!!