Hunderte Migranten verlassen Idomeni Flucht ins Nirgendwo!

Rund 800 Flüchtlinge haben wegen der schlechten Bedingungen das Aufnahmelager in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze verlassen. Sie wollen endlich weiter Richtung Westeuropa.

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Es ist der verzweifelte Versuch, endlich einen Schritt weiter Richtung Westeuropa zu kommen und aus der Sackgasse auszubrechen, in der sie sich momentan befinden: Immer mehr Flüchtlinge verlassen Idomeni, in der Nacht auf Freitag waren es etwa 200 Menschen. Momentan harren trotzdem noch mehr als 12'500 Menschen in dem Grenzort aus.

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Sie sitzen fest, weil die Balkanroute in Richtung Westeuropa geschlossen ist und nur noch Personen mit gültigen Reisedokumenten und Visa passieren dürfen.

Sie wollen nach Athen

Die Regierung in Athen plant vorerst nicht, das Aufnahmelager in Idomeni gewaltsam zu räumen. Die Flüchtlinge werden in ihren Landessprachen informiert, dass die Westbalkanroute nun endgültig geschlossen ist. Den Menschen wird geraten, in organisierte Aufnahmelager südlich der Grenze sowie im Raum Athen zu fahren. Wohin der Weg sie danach führt, ist aber völlig unklar.

 

Strom reisst nicht ab

Trotz geschlossener Balkanroute reisst der Strom der neu ankommenden Flüchtlinge nicht ab. Am Morgen kamen rund 900 Menschen von den Inseln Lesbos und Chios in der Hafenstadt Piräus an. Eine weitere Fähre mit etwa 200 Menschen an Bord wurde am Nachmittag erwartet, wie die Küstenwache mitteilte.

Greece Migrants play
AP

Ausserdem setzen täglich Hunderte, an manchen Tagen auch Tausende, Asylsuchende mit Schlauchbooten von der Türkei nach Griechenland über. Allein am Mittwoch waren es nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) 3340 Menschen.

Insgesamt sind nach Angaben des UNHCR in den ersten neun Märztagen 13'661 Flüchtlinge aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Zum Vergleich: Im gesamten März 2015 waren es 7874. (SDA/jvd)

Publiziert am 11.03.2016 | Aktualisiert am 31.03.2016
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Katastrophe von Idomeni Flüchtlinge versinken im Schlamm

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30 Kommentare
  • Keller  Mike 11.03.2016
    Weshalb gehen diese Flüchtlinge nicht nach Bulgarien, Armenien, Georgien oder Russland. Dort hat es doch so viel Platz, viele nette Leute und eine wunderschöne Natur ohne Kriegszustände. Man könnte statt der Türkei auch anderen Ländern Finanzhilfe leisten.
  • Rocky  Stall aus Wiesendangen
    11.03.2016
    Mich stört, dass diese Flüchtlinge überhaupt unfähig sind sich auch nur im geringsten selbst zu organisieren - d.h. es seien ja gebildete Leute dabei. Wieso übernehmen die nicht die Verantwortung für eine "Lagerordnung", für Kinder die minimale Weiterbildung. Das sind keine Leute die auch nur im geringsten Fähigkeiten aufweisen sich zu organisieren. Sieht man in den Lagern selbst, nicht mal Toilettenreinigung, also das einfachste ist möglich. Was für Unwissende strömen hier nach Europa.
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    11.03.2016
    Hypothetisch angenommen, einer haette die Macht und Moeglichkeit seinen Platz einzutauschen gegen den eines Schweizers, ich bin 100 prozentig sicher, er taete es und der andere stuende dort.
  • Rocky  Stall aus Wiesendangen
    11.03.2016
    Richtig ist, dass diese Lager unzumutbar sind, dies sind jedoch Versäumnisse der EU. Wären diese Lager halbwegs tragbar, könnte man die Leute dort verpflegen und vorerst auch mal vor Ort halten und evtl. sogar Kids etwas weiterbilden, bis das weitere Vorgehen klar ist. Wie schon in früheren Reportagen und Berichten hat es die EU versäumt vor Ort zu helfen, nun haben wir die Misere in Kombination mit Muttis Ruf der weltumfassenden Hilfe. Ganz Afrika ja sogar Asien steht auf der Schwelle - toll.
  • simone  meyer aus Tüscherz-Alfermée
    11.03.2016
    Ich denke Europa und die Flüchtlinge sind komplett überfordert...es zuviel geredet zuviel profitiert vom Elend...Flüchtlingspolitik sollte in ganz Europa als erstes behandelt werden... nur so kann ein etwas an Sozial - Frieden gewonnen werden, dies ist nun die echte EU Herausforderung und nicht Sturmgewehre etc. Dieser EU Club muss jetzt handeln.