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Es ist das schwerste Erdbeben in China seit 30 Jahren. Zwei Minuten lang scheint sich der Untergrund im Südwesten des Landes zu verflüssigen. Alles bewegt sich. Die Seismologen messen die Stärke 7,8 auf der Richterskala. Dieser Naturgewalt sind Gebäude nicht mehr gewachsen.
Fabriken, Wohnhäuser, Spitäler stürzen ein – und mehrere Schulhäuser. In der Grossstadt Dujiangyan werden in einer einzigen Schule bis zu 900 Schüler begraben.
Tausende Menschen fliehen in Panik auf die Strasse. Es kommt zu mehreren starken Nachbeben. Erdrutsche blockieren Strassen, Wohnhäuser. Das Handynetz bricht zusammen – wegen des grossen Ansturms besorgter Anrufer.
Die Opferzahlen steigen stündlich. Fast schon 10000 Tote wurden gezählt.
Das Epizentrum liegt zehn Kilometer unter der Erde, in der dicht besiedelten Provinz Sichuan.
Der Erdstoss ist noch im 1500 Kilometer entfernten Peking zu spüren. Dort werden Bürogebäude evakuiert. Betroffen sind auch Gebäude des Organisationsteams der Olympischen Spiele. «Das ist das stärkste Erdbeben, das ich je gespürt habe», sagt Wirtschaftsberater James McGregor. Auch in Hongkong und Schanghai wanken die Wolkenkratzer. Selbst in Taiwan und Vietnam bebt die Erde noch.
Das chinesische Militär schickt mehrere Helis in die abgeschnittene Katastrophenregion. 5000 Soldaten werden für Rettungseinsätze abkommandiert. Teams mit Suchhunden fliegen nach Sichuan.
Regierungschef Wen Jiabao reist ins Erdbebengebiet. Das Ausland hat Hilfe angeboten.