
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Im Horror-Kinderheim auf Jersey laufen die Ermittlungen auf Hochtouren: Gestern begannen die Grabungen nach menschlichen Überresten in einem zweiten Teil des Kellers, wo Leichenhunde zuvor schon grausige Funde aufgespürt hatten. (Blick.ch berichtete).
Die Polizei befürchtet, dass der Kinderschädel, der letzten Monat den Fall ins Rollen brachte, nicht der letzte Zeuge des Schreckens gewesen sein wird. Bis zu sieben Kinderleichen glaubt die Polizei laut «BBC News» im Keller des Heims zu finden!
Wo stecken die Verdächtigen?
160 Zeugen, die als Kinder in dem Heim Haut de la Garenne gelebt hatten, erzählen von körperlichen Misshandlungen, sexuellen Übergriffen und Folter. Und die Polizei weiss von Verdächtigen, die damals im Heim arbeiteten und heute ein unbescholtenes Leben führen. In der britischen Presse war die Rede davon, dass es noch diese Woche zu Festnahmen kommen werde.
Grund genug, für eine Reihe von Leuten nervös zu werden. Denn offenbar sind nicht nur ehemalige Heimmitarbeiter, sondern auch einstige Politiker und selbst Behörden und Polizei in den Skandal verwickelt.
Zeugen und Polizei bedroht
«BBC News» berichtet, dass jetzt nicht nur viele Zeugen eingeschüchtert werden, sondern auch die Ermittler der Polizei! Inspektor Lenny Harper: «Ich habe Drohungen erhalten, dass mein Auto in die Luft gesprengt oder mein Haus abgefackelt wird».
Offenbar gibt es auch in Polizeikreisen Leute, die an einer Vertuschung der Scheusslichkeiten interessiert sind. «Dazu gehören vor allem einige ehemalige Polizisten. Es gibt Grund zur Annahme, dass sie in Aktivitäten verwickelt waren, die mit dem Fall und Korruption zu haben», so Harper.
Ex-Cops auf Abwegen?
Diese ehemaligen Polizeikräfte gingen offenbar sogar so weit, Politiker auf den Fall anzusprechen und sie vor den derzeit zuständigen Ermittler zu warnen. Diese seien unseriös und voreingenommen!
Auch die nationalen Medien wurden mit Mails und Briefen bombardiert. Die Botschaft war die gleiche: Es ging um Denunzierung der Polizisten, die an dem schrecklichen Fall arbeiten. (gux)