Holocaust-Leugner will «Beweise» für Gaskammern

PASSAU – Der umstrittene Bischof Richard Williamson will seine Aussagen zum Holocaust vorerst nicht widerrufen. Die absurde Begründung: Er wolle zunächst die historischen Beweise prüfen.

  • Aktualisiert am 13.01.2012
Will sich noch immer nicht entschuldigen: Holocaust-Lügner Richard Williamson.- Keystone/Bildmontage BLICK

«Wenn ich diese Beweise finde, dann werde ich mich korrigieren», sagte der Katholik gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». «Aber das wird Zeit brauchen», so Williamson weiter.

Der Vatikan hatte Williamson am Mittwoch aufgefordert, er solle seine Äusserungen zum Holocaust öffentlich und eindeutig widerrufen.

Williamson hatte in einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen gesagt, er denke, dass «200000 bis 300000 Juden in den Konzentrationslagern gestorben» seien, aber «nicht ein einziger von ihnen in Gaskammern».

Die Aufhebung der Exkommunizierung von Williamson und drei weiteren Bischöfen der erzkonservativen Piusbruderschaft am 24. Januar durch Papst Benedikt XVI. hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Nach Angaben des Vatikans wusste Benedikt XVI. nichts von den Interview-Äusserungen Williamsons, die drei Tage zuvor veröffentlicht worden waren. (sda/dct)

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