Holocaust-Leugner heuchelt «Sorry»

  • Publiziert: 30.01.2009, Aktualisiert: 13.01.2012

BUENOS AIRES – Der erzkonservative Bischof Richard Williamson hat sich zwar beim Papst «entschuldigt» – aber die Holocaust-Lüge zurücknehmen? Von wegen.

Das Schreiben, in dem sich Richard Williamson für den verursacheten Aufruhr entschuldigt, ist heute von dem religiösen argentinischen Internetportal Panorama Católico Internacional verbreitet worden.

«Angesichts des schrecklichen Sturms, der durch meine unvorsichtigen Kommentare im schwedischen Fernsehen heraufbeschworen wurde, bitte ich Sie mit allem Respekt, den Ausdruck meines tief empfundenen Schmerzes wegen der von mir ausgelösten unnötigen Verunsicherungen und Probleme zu akzeptieren», heisst es in dem Brief Williamsons an Kardinal Castrillón Hoyos.

Die Anfang der Woche bekannt gewordenen Pläne von Papst Benedikt XVI., vier exkommunizierte Bischöfe, unter ihnen Williamson, zu rehabilitieren, hat zu einem schweren Zerwürfnis mit Vertretern des Judentums und zu massiver Kritik seitens katholischer Theologen geführt.

Für ihn habe nur die Wahrheit Bedeutung, schrieb er weiter. In einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen hatte Williamson behauptet, den Holocaust mit Gaskammern und sechs Millionen ermordeten Juden habe es nicht gegeben.

Das Schreiben endet mit einem Bibelzitat aus dem Alten Testament: «Jonas sagte: «Werft mich ins Meer, dann wird es sich beruhigen. Ich weiss, dass dieser Sturm nur meinetwegen über euch gekommen ist».» (Jonas, 1,12) (SDA/num)

play Für ihn hats die Ermordung der Juden nie gegeben: Bischof Richard Williamson.

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