Holländische Ermittler Niemand ist schuld am Patrouille-Suisse-Crash

BERN/LEEUWARDEN NL - Zum Absturz eines Tiger-F5-Kampfjets der Patrouille Suisse in den Niederlanden vom vergangenen Juni gibt es keine holländische Strafuntersuchung. Die dortige Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund, «jemandem etwas zur Last zu legen».

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Nach knapp vier Monaten Ermittlung haben die holländischen Behörden ein Urteil gefällt. Die Untersuchungen zum Tiger-F5-Kampfjet der Patrouille Suisse sind abgeschlossen, und es gibt keinen Grund, «jemandem etwas zur Last zu legen».

Dies teilten die Behörden der niederländischen Nachrichtenagentur ANP mit. Das Schreiben liegt auch der Nachrichtenagentur SDA vor. Bei den Ermittlungen ging es um Fragen der Flugsicherheit und der Flugsicherung.

Eine weitere, von den niederländischen Behörden unabhängige Untersuchung führt die Schweizer Militärjustiz durch. Diese läuft noch, wie Tobias Kühne, Sprecher der Militärjustiz, auf Anfrage sagte. Bis die Ursache des Unfalls geklärt ist, könne es Monate dauern, sagte Luftwaffenchef Aldo Schellenberg bereits kurz nach dem Unglück.

Glück im Unglück

Bei einem Trainingsflug der Patrouille Suisse in den Niederlanden hatten sich am 9. Juni zwei der rot-weiss bemalten Tiger in der Luft touchiert. Einer der Jets stürzte danach ab und landete in einem Teich. Der Pilot Michael D.* (31), Rufname «Püpi», konnte sich per Schleudersitz retten und landete in einem Gewächshaus.

Er zog sich einen Bruch an einem Fuss sowie leichte Schnittverletzungen und Prellungen zu. Der zweite Pilot konnte sein beschädigtes Flugzeug kontrolliert landen. Das Unglück war der erste schwere Unfall der Patrouille Suisse seit der Gründung der Kunstflugstaffel vor 52 Jahren. (SDA)

Publiziert am 02.11.2016 | Aktualisiert am 02.11.2016
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