Assange zeigt sich auf Botschafts-Balkon «Hört auf mit der Hexenjagd»

LONDON - Darauf hatte man mit Spannung gewartet: Wikileaks-Gründer Julian Assange hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt seit seiner Flucht in die ecuadorianische Botschaft.

  • Publiziert: 19.08.2012, Aktualisiert: 20.08.2012

Er danke allen, die ihm geholfen hätten, vor allem Ecuador, sagte Assange heute Nachmittag auf einem Balkon der Botschaft. Ecuador hatte dem Australier, der vor zwei Monaten in Ecuadors Londoner Botschaft geflohen war, am Donnerstag diplomatisches Asyl gewährt.

Zudem forderte Assange US-Präsident Barack Obama auf, die «Hexenjagd» auf die Enthüllungsplattform Wikileaks zu beenden. Assange äusserte sich von dem Balkon aus, um eine drohende Festnahme durch britische Polizisten zu verhindern. Diese bewachen die Botschaft, um den 41-Jährigen festzunehmen, sobald er das Gebäude verlassen sollte.

Gegen Assange liegt ein Auslieferungsbefehl nach Schweden vor. Dort soll Assange zu Vorwürfen befragt werden, er habe zwei Frauen sexuell belästigt beziehungsweise vergewaltigt. Der Australier fürchtet nach eigener Aussage, im Fall einer Auslieferung an Schweden weiter in die USA überstellt zu werden. Dort droht ihm die Todesstrafe.

Nach übereinstimmenden Angaben aus den USA, Schweden und Grossbritannien hat Washington jedoch bisher keine Schritte unternommen, um seine Auslieferung zu erreichen. Wikileaks hat mit der Veröffentlichung vertraulicher US-Diplomatendepeschen und brisanter Dokumente aus den Kriegen in Irak und Afghanistan den Zorn der USA auf sich gezogen. (SDA/snx)

Beliebteste Kommentare

  • Edith  Zellweger
    ..und wenn die Amis und ihre Bebündeten ihn erwischen ist er ein toter Mann! Wer die Wahrheit spricht oder sich gegen ein System auflehnt, das gerade an der Macht ist, wird umgebracht! So ist die Politik und die Wirtschaft weltweit. Politische - und wirtschaftliche Morde sind doch an der Tagesordnung. Korrupte Politiker, Staatsanwälte, Richter, Staatsmänner, Wirtschaftsbosse usw. regieren doch die Welt und das normale Laufvolk verehrt noch solche Schurken!
  • Larry  Kaufmann
    Das ganze Gerede um eine Todesstrafe in USA für Assange ist bloss Propaganda um ihn als Opfer statt mehrfach Angeklagten Spionage und Vergewaltigung darzustellen. Selbst wenn er in USA wegen Spionage angeklagt würde was bisher nicht der Fall ist, wäre es höchst unwahrscheinlich dass das geforderte Strafmass auf Todesstrafe lauten würde, da die Anklage in diesem Fall öffentlich darlegen müsste, genau welche Geheimdokumente, unter den Tausenden, der US-Sicherheit tatsächlich geschadet haben.

Alle Kommentare (10)

  • Adrijana  Berishaj , St. Gallen
    Wie lächerlich. Er kann nicht sein ganzes leben in der botschaft verbringen. Wie sieht sein plan aus? Eine todesstrafe kann ausgeschlossen werden, dafür ist die aufmerksamkeit schon zu gross. Wo bleibt amnestesy international? Den sexualdelikten sollte er sich stellen, sofern er wirklich unschulig ist, hat er nichts zu befürchten.
  • Ewald  Rindlisbacher , Grayland
    Wen interessiert es schon was dieser Krimineller zu sagen hat. Ich hoffe die USA erwischt. Er hat durch seine Machenschaften einige Menschen auf dem Gewissen.
    • Georg  Ritter
      Also los, Herr Rindlisbacher, legen Sie mal dar, wen er auf dem Gewissen hat. Wir warten. Aber genau bitte, Herr Rindlisbacher!
      • 20.08.2012
      • als Kommentar auf Ewald  Rindlisbacher , Grayland
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  • Larry  Kaufmann
    Das ganze Gerede um eine Todesstrafe in USA für Assange ist bloss Propaganda um ihn als Opfer statt mehrfach Angeklagten Spionage und Vergewaltigung darzustellen. Selbst wenn er in USA wegen Spionage angeklagt würde was bisher nicht der Fall ist, wäre es höchst unwahrscheinlich dass das geforderte Strafmass auf Todesstrafe lauten würde, da die Anklage in diesem Fall öffentlich darlegen müsste, genau welche Geheimdokumente, unter den Tausenden, der US-Sicherheit tatsächlich geschadet haben.
    • Josef  Vonalm
      Und wieviele unschuldige hatt Amerika auf dem gewiessen? Er hatt nie jemanden umgebracht oder den befehl dazugegeben.
      • 20.08.2012
      • als Kommentar auf Larry  Kaufmann
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    • Vladimir  Bobot , via Facebook
      Vielleicht nicht die Todesstrafe, aber sicher etwa 870 Jahre Haft wenn er Glück hat und muss nicht vorher Jahre lang in Guantanamo sitzen ohne überhaupt angeklagt zu werden. Wie übrigens tausende Anderen.
      • 20.08.2012
      • als Kommentar auf Larry  Kaufmann
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  • Edith  Zellweger
    ..und wenn die Amis und ihre Bebündeten ihn erwischen ist er ein toter Mann! Wer die Wahrheit spricht oder sich gegen ein System auflehnt, das gerade an der Macht ist, wird umgebracht! So ist die Politik und die Wirtschaft weltweit. Politische - und wirtschaftliche Morde sind doch an der Tagesordnung. Korrupte Politiker, Staatsanwälte, Richter, Staatsmänner, Wirtschaftsbosse usw. regieren doch die Welt und das normale Laufvolk verehrt noch solche Schurken!
    • Peter  Joachim , via Facebook
      ich hätte es nicht besser formulieren können!
      • 19.08.2012
      • als Kommentar auf Edith  Zellweger
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    • Peter  Hans , Wintertgur
      Sehr geehrte Frau Zellweger
      Wären sie an Stelle der zwei Frauen an welchen er sich angeblich vergangen hat, würden sie sich nicht einen Prozess wünschen, wobei Recht gesprochen wird?
      Assange ist ein Selbstdarsteller oder wie erklähren sie sich, das führende Mitglieder von Wikileaks abgesprungen sind?
      Schweden ist ein Rechtstaat wie die Schweiz und wird sicherlich nicht einen Menschen, auf Gefahr von Leib und Leben, ausliefern.
      • 19.08.2012
      • als Kommentar auf Edith  Zellweger
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    • René  Schmid-Bill , via Facebook
      Es ist klar, solange er so Verschwörungstheorien entwickelt, lenkt er nur ab von den Vergewaltigungsvorwürfen. Schweden ist auch ein Rechtsstaat und man sollte die Justiz dort arbeiten lassen. Was dies alles mit korruoten Politikern, Richtern und so zu tun hat ist mir ziemlich schleierhaft. Er hat Frauen belästigt und Geheimnisse verraten die Menschenleben gefordert haben. Welcher Doppelagent oder Soldat ist natürlich nicht namentlich bekannt, aber die Möglichkeit sie zu töten hat er geschaffen. Die Todesstrafe gibt es aber dafür nicht mal in den USA. Für mich ein Feigling auf beiden Seiten. Er sollte jetzt hinstehen und sich für ALLE Taten verantworten und nicht in einer Botschaft verkriechen!
      • 20.08.2012
      • als Kommentar auf Edith  Zellweger
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