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Ende Monat in England am Kiosk: Hitlers «Mein Kampf». (ZVG)
Adolf Hitlers (1889 – 1945) Werk «Mein Kampf» von 1925 ist eine der übelsten Propagandaschriften gegen die Kultur und Religion der Juden überhaupt. Kostprobe: Die Juden hätten keine eigene Kultur und würden «als Parasiten im Körper anderer Nationen» leben. Die Schrift gilt als ideologische Vorbereitung für den Holocaust, die Vernichtung der europäischen Juden durch Nazi-Deutschland.
Deswegen ist das Buch in Deutschland bis heute nicht zu kaufen.
Jetzt will der englische Verleger Peter McGee Auszüge aus der Hetzschrift an den Kiosk bringen. Ende Januar soll ein erster 15-seitiger kommentierter Auszug zu kaufen sein.
Ist das erlaubt?
Die Regierung des Bundeslands Bayern sagt ganz klar nein. Sie hat die Rechte an dem Buch und dürfte versuchen, per Gericht den Kiosk-Verkauf verbieten zu lassen. Weil die Schrift «böse Erinnerungen» wecke.
Die deutsche Zeitschrift «Die Zeit» sieht das anders. Das Buch knapp 67 Jahre nach Hitlers Tod noch unter Verschluss zu halten, habe doch nur einen Effekt: Das Werk zu mystifizieren. Als ob es ein Zauber wäre, gegen den man auch heute noch machtlos wäre.
Dagegen helfe nur ein offener Umgang mit der berüchtigten Schrift. Absehbar ist allerdings: An den Kiosken dürfte die Kasse klingeln. Gut fürs Geschäft dürfte der Name Hitlers immer noch sein. (snx)