Hitlergruss an Alt-Right-Event Die Nazi-Geister, die Trump rief

WASHINGTON - Man erntet was man sät – auch als zukünftiger US-Präsident. Donald Trumps Hass bleibt nicht ohne Reaktion: Die Alt-Right-Bewegung fühlt sich bestätigt und schockiert mit einem Video inklusive Hitlergruss.

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Sie strecken ihre Hände in die Höhe zum Hitlergruss, applaudieren, johlen und zelebrieren ihre rechtsradikale Ideologie. Das verstörende Video der Jahreskonferenz des National Policy Institute (NPI) vom letzten Wochenende ging um die Welt. 

«Heil Trump! Heil unserem Volk! Sieg Heil!»

«Amerika gehört den Weissen. Es wurde für uns geschaffen, und es gehört uns», sagte Richard Spencer (38), der bekannteste Kopf und Sprecher der Alt-Right Bewegung. Nach dem Jubel über die Vorherrschaft der weissen Rasse, einer Vorlesung eines bekannten Rechtsradikalen und Nazipropaganda auf Deutsch schloss Spencer unter tosendem Applaus mit den schockierenden Worten «Hail Trump! Hail our people! Hail victory!» – «Heil Trump! Heil unserem Volk! Sieg Heil!»

Die Bewegung sieht sich seit Donald Trumps Wahltriumph als Gewinnerin – schliesslich legte sie sich bereits früh für den künftigen Präsidenten ins Zeug: Mit Online-Kommentaren, aber auch mit Fake-News kämpften ihre Anhänger für ihren Helden – Trump kam dies damals gelegen.

Doch nun erntet er die Reaktion auf die surrealen Versprechen und den Hass, den er während den letzten Monate gesät hat.

Trump distanziert sich

Nach dem Auftauchen des schockierendes Videos werden entrüstete Stimmen laut. «Wir sind von der hasserfüllten Rhetorik der Konferenz zutiefst alarmiert», teilte das Holocaust-Museum in Washington laut der Zeitung «Welt» mit.

Der gewählte Präsident soll die «giftige Propaganda» der Alt-Right-Bewegung, die er in seinem Wahlkampf selbst «aus dem Schatten geholt» habe, verurteilen, schreibt die «New York Times». Kurz darauf distanzierte sich Trump von der Gruppierung: «Ich gebe ihnen keinen Auftrieb, und ich will mit ihnen nichts zu tun haben.» 

Die Alt-Right-Anhänger sind irritiert – und hässig: Trumps Ankündigung, dass er nun doch keine Ermittlungen gegen Hillary Clinton anstrebe, stiess auf Unverständnis. «Breitbart News» titelte «Gebrochenes Versprechen» – änderte die Schlagzeile später aber. Die rechte Organisation «Judicial Watch» wiederum spricht von «Betrug an seinem Versprechen an die Amerikaner», wie «Spiegel.de» schreibt.

Trotzdem: Die Bewegung erhält grossen Zulauf. Unter anderem von Tila Tequila – der selbst ernannten Reinkarnation Adolf Hitlers. Auf Twitter postete sie ein Foto, überglücklich, mit Nazigruss und zwei rechtradikalen Gschpänli – ihr Account wurde mittlerweile gesperrt. (kra)

Publiziert am 23.11.2016 | Aktualisiert am 14.01.2017
In den ersten 100 Tagen

Das will Trump als Präsident anpacken

  • Der designierte US-Präsident Donald Trump will bereits am ersten Tag seiner Amtszeit den Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen (TPP) erklären.
  • Trump sagt weiter, er werde im Energiebereich Regulierungen streichen, die auf Kosten von Jobs und Produktivität gingen. Dabei gehe es auch um Fracking und, wie er sagt, um saubere Kohle.
  • Im Bereich der nationalen Sicherheit werde er die Geheimdienste anweisen, zuerst vor allem gegen Cyberattacken vorzugehen, aber auch gegen jede andere Form von Angriffen.
  • Bei der Einwanderung werde er das Arbeitsministerium anweisen, alle Fälle von Visa-Missbrauch zu untersuchen, die amerikanischen Arbeitern schadeten.
  • Wer für die US-Regierung gearbeitet hat, soll anschliessend für einen Zeitraum von fünf Jahren nicht als Lobbyist tätig sein dürfen. Wer für eine ausländische Regierung gearbeitet hat, sogar auf Lebzeiten nicht mehr.
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Sie wurde mit Hilfe von „MySpace“ zu einem der ersten grossen Social-Media-Stars in den USA – und sorgte nun mit dem Hitlergruss für einen Skandal: Die 35-jährige Tila Tequila am Kongress der „Alt Right”-Neonazis in Washington, auf dem auch Donald Trump gefeiert wurde. play
Sie wurde mit Hilfe von „MySpace“ zu einem der ersten grossen Social-Media-Stars in den USA – und sorgte nun mit dem Hitlergruss für einen Skandal: Die 35-jährige Tila Tequila am Kongress der „Alt Right”-Neonazis in Washington, auf dem auch Donald Trump gefeiert wurde. Twitter

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2 Kommentare
  • Domenig  Wilhelm 23.11.2016
    Lasst den Trump erstmals Präsident werden, und dann schauen wohin er die Nation steuert
    Er wird der Präsident von der USA aber er wird schon im Vornherein von der Presse und Medien schlecht gemacht. Auch ein Obama hat seine Wahlversprechen nicht eingehalten und alle vor ihm auch nicht zu 100 Prozent. Bin auch nicht ein Fan von Trump aber erstmals abwarten wie er sich entwickelt als Präsident. Auch in den USA hat der Präsident nicht das letzte Wort..
  • Reto  Hauser 23.11.2016
    Die Geister, die ich rief: Das ist nun der rechte Bodensatz, den Trump mit seinen Parolen ermutigt hat.