Darf man das? Hitler beim Sex – für Werbung

  • Publiziert: 04.09.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

BERLIN – Werber müssen kreativ sein, um ihre Botschaften ans Volk zu bringen. Aber manchmal schiessen sie aber übers Ziel hinaus. Oder was meinen Sie?

Zwei Beispiele von grenzwertiger Werbung sorgen derzeit weltweit für Aufsehen. So hat der Verein Regenbogen e.V. eine neue Kampagne gegen Aids gestartet. Die «Stars» auf ihren Plakaten und in ihren Videos: Hitler, Stalin und Saddam.

Das Video der Anti-Aids-Kampagne zeigt ein Paar beim Sex, Haut auf Haut, Stöhnen – und plötzlich grinst ein Hitler-Double in die Kamera. Dazu der Slogan: «Aids ist ein Massenmörder».

USA empört über WWF-Kampagne

Auch der WWF muss Kritik einstecken. Ein Video zeigt die Skyline von New York mit den Twin Towers des World Trade Centers. Dann die bekannten Bilder vom Terroranschlag vom 11. September: Zwei Flugzeuge rammen die Zwillingstürme. Doch dabei bleibt es nicht: Hunderte von Flugzeugen steuern auf die Grossstadt und ihre Hochhäuser zu.

Danach folgt der Slogan: «Der Tsunami tötete 100 Mal mehr Menschen als an 9/11». Die Macher – eine Agentur in Brasilien – wollten damit unterstreichen, dass die Natur mächtiger als alles andere sei und man Sorge dazu tragen solle.

WWF liess die Kampagne der Agentur nicht durchgehen, sie wanderte in den Papierkorb. Seit sie eine Zeitung in Brasilien veröffentlichte, geht sie aber um die Welt. WWF war gezwungen, ein Statement abzugeben. «Wir verurteilen diese geschmacklose Werbung.»

Hitler beim Sex, Terror-Anschläge – ist das in Ordnung? Hat Werbung überhaupt Grenzen? Schreiben Sie uns!

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