BEIRUT - Die libanesische Hisbollah hat zu einer Woche der Proteste gegen den Islam-feindlichen Film aus den USA aufgerufen.
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Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah im Fernsehsender al-Manar.
(Keystone)Der Führer der islamisch-fundamentalistischen und militanten Bewegung Hisbollah («Partei Gottes»), Scheich Hassan Nasrallah, forderte seine Anhänger auf, nicht nur ihren Ärger auf US-Botschaften zu richten, sondern ihre Regierungen zum Handeln aufzurufen. Diese müssten darauf dringen, dass der Prophet Mohammed und der Koran auf der ganzen Welt respektiert würden.
Gleichzeitig machte er die USA für den Film verantwortlich. «Diejenigen, die zur Verantwortung gezogen und boykottiert werden sollten, sind diejenigen, die die Produzenten unterstützen und beschützen, nämlich die US-Regierung», sagte Nasrallah am Sonntag in einer im Fernsehen übertragenen Rede - just der nach Abreise des Papstes aus dem Zedernland. Dieser hatte zu Versöhnung zwischen den Religionen und zu einem Ende der Gewalt im Nahen Osten aufgerufen.
Nasrallah kündigte an, die Hisbollah werde die ganze Woche über Demonstrationen im gesamten Libanon organisieren. Ausserdem forderte er eine internationale Vereinbarung, die Angriffe auf Religionen in Zukunft verbietet.
Der ausschnittweise auf YouTube veröffentlichte Schmäh-Film hatte in zahlreichen islamischen Ländern anti-westliche Massenproteste entfacht mit mehreren Toten - darunter der US-Botschafter in Libyen. Bei den Unruhen war am Freitag auch im Libanon ein Mensch umgekommen. (SDA)