Schweinegrippe Hightech gegen verseuchtes Weihwasser

  • Publiziert: 12.11.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

MAILAND – Aus Angst vor der Schweinegrippe tauchen viele Gläubige ihre Hände nicht mehr im Weihwasser. Dagegen hat jetzt ein gewiefter Geschäftsmann Abhilfe geschaffen.

Die Schweinegrippe hat Auswirkungen auf alle Bereiche unseres Alltags. In Italien baden Gläubige ihre Hände zum Beispiel nicht mehr in den Weihwasserkrügen vor den Kirchen. Sie haben Angst sich mit dem tödlichen H1N1-Virus zu infizieren. 30 Menschen sind in Italien bereits an der Schweinegrippe gestorben.

Ein Weihwasser-Spender soll Abhilfe schaffen

Jetzt hat ein schlauer Geschäftsmann seine Chance gewittert und versucht aus der Angst der Menschen Profit zu schlagen. Seine neueste Erfindung: Ein automatischer Weihwasserspender mit einem grossen Kreuz drauf. Er funktioniert ähnlich einem Seifenspender. Ein Infrarot-Gerärt erkennt die darunter gehaltene Hand und lässt ein paar Tropfen heiligen Wassers los.

Der Erfinder Luciano Marabese sagt der «BBC», er könne sich vor Nachfragen kaum noch retten. Seine Motivation: «Ich finde, es ist ein Schande Traditionen aus Angst vor einer Krankheit zu verlieren.»

Positive Resonanz

«Es ist eine Neuheit für die Gläubigen», sagt Vater Pierre Angelo Mota. Der automatische Weihwasserspender hat viele zuerst überrascht, aber jetzt benutzen die Menschen ihn gern. Und sie haben keine Angst mehr, sich mit der Schweinegrippe anzustecken.» Auch Kirchengängerin Marta Caimmi ist begeistert: «Es ist die richtige Sache für die jetzige Zeit.»

Einige Gemeinden weigern sich allerdings den automatischen Weihwasser-Brunnen vor ihren Kirchen aufzuhängen. Sie finden diese Massnahme unangebracht. (s5j)

Top 3

1 Teufelskerl! Mann springt aus 731 Metern Höhe – ohne Fallschirmbullet
2 Auf Sardinien Schweizer (46) stürzt in den Todbullet
3 Er wollte kein Hörgerät tragen Marvel kreiert Superhelden für...bullet

Ausland