Geisel-Affäre Hier wird Max Göldi ins Gefängnis gefahren

TRIPOLIS – Die Wege der beiden Schweizer Geiseln haben sich getrennt: Max Göldi sitzt bald hinter Gittern, Rachid Hamdani dürfte noch heute Abend in Djerba eintreffen.

  • Publiziert: 22.02.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

Der verurteilte ABB-Mitarbeiter Max Göldi hat die Schweizer Botschaft in Tripolis verlassen. Er wurde am Mittag von libyschen Beamten abgeholt, berichtet ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters. Göldi wird in ein Gefängnis gebracht, wo er eine viermonatige Strafe wegen Visavergehen absitzen muss.

Göldi kam damit wie angekündigt der Forderung Libyens nach, er solle sich der Justiz stellen. Gemäss seinem Anwalt Salah Zahaf kommt Göldi jetzt ins Gefängnis Aïn Zara in der Nähe von Tripolis. Dort dürfe er Besuch empfangen, erhalte einen Übersetzer und werde medizinisch betreut.

Hamdani will von Djerba nach Genf fliegen

Auch die zweite Geisel, Rachid Hamdani, ist seit 11 Uhr nicht mehr in der Botschaft. Seine unmittelbare Zukunft sieht aber einiges verheissungsvoller aus als jene von Göldi: Er sei in ein Auto eingestiegen und mit einer Eskorte der libyschen Polizei zu den Passbehörden gebracht worden, berichten Reuters und AFP.

Anwalt Zahaf sagte gegenüber der «Tagesschau»: «Wir haben gerade die Visa-Details geklärt, damit Rachid Hamdani per Auto die libysch-tunesische Grenze passieren kann. Ich denke heute Abend wird er in Tunesien sein – von Djerba dürfte er dann nach Genf weiterfliegen.» Hamdani ist tunesisch-schweizerischer Doppelbürger. (SDA/hhs)

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