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Tag zwei der irren Stierhatz in Pamplona. Allein heute werden sechs Menschen in dem Treiben durch die engen Gassen verletzt. Zwei Männer werden auf die Hörner genommen, einer ereidet dabei schwere Verletzungen im Brustkorb, dem anderen durchbohrt ein Horn das Bein. Vier andere junge Männer erleiden vor allem Prellungen wegen Stürzen.
Insgesamt sind an den beiden Tagen der Hatz bereits über zehn Menschen verletzt worden. Darunter auch der Australier Nicholas Ward. Die Bilder, wie er von einem Stier auf die Hörner genommen wird, sind erschreckend.
Dabei hatte Nicholas riesiges Glück: Er brach sich «nur» drei Rückenwirbel. «Gott sei Dank hat dies keine grösseren Folgen. Er hätte Querschnittsgelähmt sein können!», regt sich Grossvater Ward auf, nachdem er im fernen Australien die Bilder seines Enkels sah.
Und Vater Ward bekräftigt gegenüber australischen Medien: «Nicholas wird nie, nie, nie wieder an diesem Anlass teilnehmen. Er hat die Brutalität dieser Hatz unterschätzt.»
Bei dem lebensgefährlichen Spektakel werden noch bis zum 14. Juli jeden Morgen sechs Kampfstiere und mehrere zahme Leitochsen durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden.
Hunderte wagemutige Männer, die «mozos», rennen auf der 825 Meter langen Strecke vor den Tieren her. Als einzige «Waffe», um die Bullen von sich fernzuhalten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt. (gux)