OSLO - Das Urteil ist draussen: Jetzt verschwindet Breivik endgültig hinter Gittern. Mit 21 Jahren kassiert der Massenmörder die Höchststrafe. Auch danach dürfte er nicht freikommen.
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Breivik bei seinem Geständnis während des Prozesses.
(AP)Unmittelbar vor dem Urteil gab Breivik sich gelassen, er grinste. Jetzt gehts ins Ila-Gefängnis westlich von Oslo: Das ist der sicherste Knast in ganz Norwegen. Hier wird Anders Behring Breivik (33), der am 22. Juli letzten Jahres 77 Menschen umbrachte, die nächsten Jahre verbringen.
In diesem Hochsicherheitsbau hat der norwegische Massenmörder bereits seine Zeit seit den Anschlägen von Oslo und Utoya abgesessen. Und hier verbringt er auch seine Zukunft. Denn im Prozess gings nur noch um die Frage: Ist Breivik überhaupt zurechnungsfähig?
Das hat die Richterin heute mit einem Ja entschieden! Breivik muss in den Knast.
Er selbst hat immer wieder deutlich gemacht, dass er als zurechnungsfähig eingestuft werden will. Auch viele Opfer und deren Angehörige wünschen sich, dass er seine Strafe im Gefängnis absitzt.
Für den Fall, dass Breivik für unzurechnungsfähig erklärt worden wäre, wäre für ihn eine extra gebaute psychiatrische Abteilung zur Verfügung gestanden.
Jetzt kommt er also in eine reguläre Gefängniszelle in Ila. Hier besteht für die Häftlinge die Möglichkeit zu arbeiten. Das dürfte für Breivik aber für lange Zeit ausgeschlossen sein.
Die maximale Strafe in Norwegen beträgt eigentlich 21 Jahre. Für viele ist es jedoch eine unerträgliche Vorstellung, dass Breivik je wieder freikommt.
Das scheint inzwischen auch ausgeschlossen. Denn es gibt in Norwegen die Möglichkeit der präventiven Haft: Breivik könnte so lange weggesperrt werden, wie die Behörden ihn für gemeingefährlich halten.
Für den Steuerzahler wirds auf jeden Fall teuer: Breivik hinter Gittern zu halten, wird rund eine Million Euro kosten – pro Jahr. (snx)
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