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Der Hudson-River liegt träge im Nachmittagslicht. Im Hintergrund sind die Wolkenkratzer von New York zu sehen. Plötzlich schiesst von links her etwas ins Wasser. Es pflügt durch die Gischt und Wellen und bleibt schliesslich stehen.
Es ist der Moment, in dem Pilot Sully Sullenberger das Leben von 155 Menschen gerettet hat, der Moment in dem er den Flug 1549 nach allen Regeln der Kunst mit einer perfekten Notwasserung beendet. Eine Überwachungskamera am Hudson River hat den Moment festgehalten.
Wenig später folgen erste Aufnahmen, die zeigen, wie sich Boote dem Flugzeug nähern. Zu diesem Zeitpunkt haben sich schon Passagiere durch die Notausgänge auf Flügel und Rutschen gerettet.
Suche nach Triebwerken
Taucher haben heute weiter nach den beiden Triebwerken gesucht. Diese gelten als Schlüssel für die Aufklärung des Unglücks.
Die Motoren hatten sich am Donnerstag beim Aufprall der Maschine von den Tragflächen gelöst. Kurz vor dem «Wunder vom Hudson» hatte der Pilot einen «doppelten Vogelschlag» gemeldet. Die Analyse der Triebwerke soll zeigen, ob ein oder mehrere Vögel in die Luftschrauben gerieten und sie damit blockiert haben.
Nach Angaben der Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde sollte am Samstag auch versucht werden, die an einem Pier im Wasser liegende Maschine zu heben und den Flugschreiber zu sichern.
Lob von Obama
Der künftige US-Präsident Barack Obama würdigte die dramatische Notwasserung von Flugkapitän Chesley Sullenberger als «heldenhaften und tollen Job». Obama versicherte dem Piloten in einem Telefonat, dass jedermann sehr stolz auf seine Leistung sei.
Sullenberger und sein Co-Pilot Jeffrey Skiles sollten am Samstag von den Experten zum Unfallhergang befragt werden. Bisher gab es keine Äusserungen von ihnen. (SDA/bih)