G8-Gipfel Heute treffen sich die ganz Grossen

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ROM – Begleitet von massiven Sicherheitsvorkehrungen beginnt heute der G8-Gipfel im italienischen L'Aquila. Es kommt bereits zu ersten Protestaktionen von Globalisierungsgegnern.

Die Staats- und Regierungschefs der führenden Industriestaaten und Russland wollen im italienischen LAqila bis Freitag die drängendsten globalen Probleme beraten. Im Zentrum stehen der Klimawandel, der Hunger auf der Welt sowie die Finanz- und Wirtschaftskrise.

LAquila war am 6. April von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Zehntausende waren obdachlos geworden, fast 300 Menschen waren getötet worden. Die Spuren der Zerstörung sind in der Region weiter sichtbar.

Absage aus China

Von morgen an sitzen die Regierungschefs von bedeutenden Schwellenländern und aus anderen Wirtschaftsnationen mit am G8-Verhandlungstisch. Die geplante Teilnahme von Chinas Präsident Hu Jintao allerdings wurde abgesagt. Angesichts der blutigen Unruhen in der westchinesischen Provinz Xinjiang unterbrach Hu seine Reise und kehrte Nach China zurück.

In Italien haben im Vorfeld des G8-Treffens bereits erste Protestaktionen begonnen. In Rom blockierten Demonstranten zeitweise die Auffahrt auf die Autobahn A24 in Richtung des Gipfelortes LAquila. Andere setzten im Zentrum der italienischen Hauptstadt Autoreifen in Brand.

Kein Schweizer Demonstrant in Haft

36 Menschen wurden von der Polizei vorläufig festgenommen, wie italienische Medien berichteten. Darunter soll sich auch ein Schweizer befinden, meldete die Nachrichtenagentur AFP. Das Aussenministerium in Bern hat bei den italienischen Polizeibehörden nachgefragt. Es liege keine Kenntnis von einem verhafteten Schweizer vor, so ein Sprecher gegenüber Blick.ch.

In ganz Italien sind mehr als 15000 Polizei- und Militärkräfte im Einsatz, um den Gipfel zu sichern. Beim letzten G8-Gipfel in Italien, 2001 in Genua, war die Polizei mit aller Härte gegen Demonstranten vorgegangen. Brutal prügelnde Polizisten organisierten nächtliche Überfälle auf Quartiere der G8-Gegner. Es gab Hunderte Verletzte und einen toten Demonstranten. (SDA/noo)

Gestern gab es in Rom bereits Proteste gegen den G8-Gipfel.- AP

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