Herzlose Szene in deutscher Bank Kunden stiegen über sterbenden Mann (82) hinweg

Ein Mann bricht in einer Bank in Essen (D) zusammen. Es geht zwanzig Minuten, bis jemand den Notarzt ruft. Gegen die herzlosen Passanten ermittelt jetzt die Polizei.

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Man will sich die Szene kaum vorstellen. In einem Vorraum einer Essener Bank liegt ein Mann auf dem Boden. Minutenlang wird er ignoriert. Vier Personen steigen sogar über ihn hinweg. Dann, nach zwanzig Minuten, ruft endlich jemand den Notarzt.

Im Krankenhaus stirbt der 82-Jährige, der in der Bankfiliale eigentlich eine Überweisung vornehmen wollte. Die Polizei hat sich jetzt mit einer Mitteilung zum tragischen Vorfall am 3. Oktober an die Öffentlichkeit gewandt. Die Beamten sind entsetzt.

«Das Erschütternde: Einige Menschen ignorierten seinen offensichtlich hilflosen Zustand und leisteten keine Hilfe», schreibt die Polizei. Auf den Videoaufnahmen sei zu sehen, dass nach rund fünf Minuten die erste Person den Raum betrat – sie beachtete den am Boden liegenden Mann nicht.

Drei weitere Kunden stiegen auf dem Weg zum Geldautomaten über ihn hinweg oder machten einen Bogen um ihn. Zwei verliessen sogar fast gleichzeitig die Bank. Erst der fünfte schlägt Alarm.

Jetzt ermittelt die Polizei wegen unterlassener Hilfeleistung. Dafür droht bis zu ein Jahr Haft oder eine Geldstrafe. (bih)

Publiziert am 28.10.2016 | Aktualisiert am 28.10.2016
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13 Kommentare
  • Hans  Grüter 29.10.2016
    Zum Glück können diese herzlosen Menschen problemlos eruiert werden. Man muss nur die Aufzeichnungen der Kamera und die Transaktionen am Automaten zeitlich abgleichen. Eine hohe Geldstrafe wäre angebracht.
  • Thomas  Kopp aus Buochs
    28.10.2016
    Es ist schlimm wie weit die Menschheit gesunken ist. Ein solches Beispiel wurde von einem Fernsehsender vor ein paar Jahren einmal nachgestelt. Der Schauspieler lag damals 45 MINUTEN !!!! Auf dem Boden bis jemand nach Ihm schaute. Ich finde das eine Schande und diese Leute die diesen Mann im Stich gelassen haben gehören mit aller härte bestraft. Ich bin First Responder und so eine Schande würde ich NIEMALS zu lassen.
    • Max  Stirni 29.10.2016
      Liegt genau daran, dass die Leute langsam wissen, dass es sich nur um Schauspieler handelt und es leid sind für Dumm verkauft zu werden. Übrigens, heute abend kommt wieder Verstehen Sie Spass...
  • Andreas  Eberli 28.10.2016
    Verständlich! In jeder grösseren Stadt liegen Alkis am Bahnhof, in Parkanlagen oder einfachso auf der Strasse herum, auch in der Schweiz. Und noch bei so manchem könnte man meinen er sei tot. Doch wehe man spricht sie an, dann kann man froh sein wenn man nur beschimpft wird.
  • Roland  Mumenthaler aus Lima
    28.10.2016
    Und sowas passiert in einem hochindustrialisiertem Land, traurig sowas. Da sind die Leute in einem Drittweltland hilfreicher, spreche aus Erfahrung.
    • Peter  Müller 28.10.2016
      Eben genau, weil es hochindustrialisiert ist, passieren solche Dinge. Die Leute haben ihr Herz ans Geld und die Arbeit verloren.
  • Thomas  Maeder 28.10.2016
    Ich kann ja verstehen, dass Leute Angst haben, einen fremden Menschen zu berühren oder etwas falsch zu machen. Aber wenigstens einen Krankenwagen rufen kann im Zeitalter, wo jeder ein Smartphone dabei hat echt jeder. Wenn einem gar nichts in den Sinn kommt, kann man bei der Notfallzentrale fragen, was man tun soll. Wenigstens in der Schweiz geht das, es wird bestimmt auch in Deutschland gehen.
    • Zara  Wyss 28.10.2016
      Leider funktioniert das auch in der Schweiz nicht. Lag vor drei Jahren am Boden - Passanten gingen vorbei - es rief auch NIEMAND den Krankenwagen! Weil wer den ruft, der muss zahlen - alles klar
    • Fritz  Frigorr 28.10.2016
      Herzlos und unmenschlich ist das Verhalten dieser Personen. Doch muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es in D ein Notfallsystem gibt, das funktioniert. Innerhalb weniger Minuten sind Rettungssanitäter und Notarzt zur Stelle und helfen.
    • Thomas  Kopp aus Buochs
      28.10.2016
      @ Zara Stimmt nicht!!! Wenn der Ersthelfer bei einer verletzten Person einen Krankenwagen ruft muss Er NICHT dafür bezahlen. Selbst dann nicht wenn der Verletzte wieder aufsteht und geht. Bezahlen muss die verletzte Person. Das wurde genau aus diesem Grund eingeführt weil niemand mehr helfen wollte. Der Ersthelfer kann nicht entscheiden was für eine Verletzung vorliegt und handelt somit korrekt. Also noch einmal der Ersthelfer bezahlt NICHT den Krankenwagen!!!
    • Thomas  Kopp aus Buochs
      28.10.2016
      Eines habe ich noch vergessen. Sollte der Rettungsdienst auf Platz kommen und entscheiden das die verletzte Person NICHT in den Spital muss, muss weder das Unfallopfer noch der Ersthelfer für die Ambulanz bezahlen.