
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Justin erzählt Katharina Saalfrank von seinem Elend. Zwischendurch kommuniziert er über seinen Plüschhund Bello mit der Super-Nanny. (RTL)
Wer sich gestern um 20.15 Uhr in den neusten Fall von Super-Nanny Katharina Saalfrank (37) einzappt, bekommt schockierende Bilder zu sehen: Die alleinerziehende Jutta (30) schreit ihren siebenjährigen Sohn Justin an, verpasst ihm Ohrfeigen, packt ihn hart an den Armen und reisst ihn brutal von einer Matratze am Boden in die Höhe.
Immer wieder wird das sichtlich verängstigte Kind verbal eingeschüchtert. Es fallen Sätze wie «Diskutier nicht mit mir, sonst rutscht mir gleich die Hand aus!», «Wenn du so weitermachst, kommst du ins Heim!». Justin kann seiner Mutter nichts recht machen – obwohl er tatkräftig mithilft, die beiden kleinen Schwestern zu versorgen. Jutta selber sagt: «Manchmal empfinde ich Hass für Justin. Er weiss, dass ich ihn ablehne, aber er kommt immer wieder.»
Nicht nur dem Zuschauer bricht das Herz, sondern auch Super-Nanny Katharina Saalfrank. Zum ersten Mal kann sie ihren TV-Einsatz nicht wie gewohnt durchziehen. Schon kurz nach ihrem Eintreffen macht sie Jutta klar: «Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir gehen zusammen zum Jugendamt und sorgen dafür, dass es zwischen dir und Justin eine Beziehungspause gibt – oder ich gehe alleine. Das, was ich gesehen habe, muss ich melden!»
Erschütternd ist nicht nur die ganze Situation, sondern auch das Verhalten der Behörden. Als Jutta vor laufender Kamera das Jugendamt anruft und um einen Notfall-Termin bittet, weil sie Angst hat, ihrem Kind etwas anzutun, wird sie abgewimmelt. Zwei Mal. Erst als die Super-Nanny hinter den Kulissen eingreift, kommt ein Termin zustande. Danach kommt Justin für acht Monate zu einer Pflegefamilie.
Katharina Saalfrank führt Justin und Jutta, die in ihrer Kindheit selber schwer misshandelt wurde, behutsam an den Abschied heran. Am Abend vor der Trennung kommt es zu einer Szene, wie sie vorher undenkbar war: Jutta umarmt ihren Sohn, küsst ihn und sagt ihm: «Ich hab dich lieb». «Ich dich auch», sagt Justin und die beiden liegen sich in den Armen.
Dass Jutta Katharina Saalfrank um Hilfe gebeten hat, war die beste Entscheidung, die sie treffen konnte. Denn ihr Sohn ist jetzt sicher. Und sie kann ihr eigenes Kindheitstrauma nun in einer Therapie aufarbeiten. (gsc)