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Christopher Neal im Untersuchungsgefängnis. Er hofft, an Kanada ausgeliefert zu werden. (Reuters)
«Sorgt dafür, dass ich hier wieder rauskomme», sagt der Kanadier. In einem TV-Interview richtet er sich aus seiner Thai-Zelle an seine Familie in Kanada: «Helft mir hier raus. Das ist alles.»
Zuvor hat er sich regungslos die Fingerabdrücke nehmen lassen. Mit tief ins Gesicht gezogener Baseball-Mütze.
Für seine Opfer – kein Wort des Bedauerns.
Seit Freitag ist Christopher Paul Neil in Thailand in Haft. Er wurde nach einer landesweiten Fahndung festgenommen. Der ehemalige Englischlehrer soll in Vietnam und Kambodscha mehrere Buben vergewaltigt haben.
Über 200 Fotos hat Neal von sich ins Internet gestellt. Sie zeigen, wie er Buben sexuell missbraucht.
Sein Gesicht ist zwar digitial unkenntlich gemacht. Bis Spezialisten des deutschen Bundeskriminalamts es schaffen, den Kinderschänder zu entpixeln.
Im Knast streitet er alles ab. Doch gestern tauchten neue Fotos auf. Sie zeigen Neal beim Oral-Sex mit Buben.
Nach Neals Hilferuf aus dem Thai-Knast sagte sein Bruder Matthew (30) in der kanadischen Heimatstadt Maple Ridge: «Wir stehen zu Christopher. Trotz der Anschuldigungen.»
Die Familie habe nichts von Christophers angeblichem Sex-Tourismus gewusst. «Er war erst dieses Jahr wieder bei uns, von April bis August. Ich war mit ihm oft ein paar Bierchen trinken oder wir gingen ein Hockeyspiel ansehen. Er wirkte völlig normal», sagt Bruder Mathew. «Meine Mutter ist völlig am Boden zerstört.»
Die Familie hofft jetzt, dass Christopher Paul Neal die Strafe nicht im Thai-Knast absitzen muss. «Wir möchten, dass er nach Hause kommt.»
Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Die kanadischen Behörden haben angekündigt, seine Auslieferung zu beantragen.
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Der Kinderschänder im Verhör bei den Spezialisten für Verbrechen an Jugendlichen. (EPA)