Neun Tage im Schneesturm Heisse Quelle rettete ihr Leben

AUCKLAND - Alec Brown und Erica Klintworth (beide 21) steckten in der neuseeländischen Wildnis in einem Schneesturm fest. Gerettet haben sie natürliche Becken mit heissem Wasser.

  • Publiziert: 11.06.2012, Aktualisiert: 12.06.2012

Letzte Woche brachen die beiden Studenten Alec Brown und Erica Klintworth in Neuseeland zu einer Wanderung auf. Doch als sie zum Otehake River kamen, war dieser so stark angeschwollen, dass sie nicht mehr weiterkamen. Ein Schneesturm war aufgezogen, die Temperaturen sanken auf bis zu Minus 8 Grad. Das amerikanische Pärchen wusste weder vor noch zurück.

Erst acht Tage später, meldeten Zimmergenossen die zwei als vermisst. «Ich hatte kein gutes Gefühl, als ich davon hörte», sagte der Chef der Rettungstruppe Sean Judd. Er und seine Leute suchten nach der Meldung mit Suchtrupps und einem Helikopter die Gegend ab.

Doch gestern kam das Pärchen von alleine wieder zurück aus der Wildnis – in «erstaunlich guter Verfassung», meinte Judd.

Alec und Erica hatten nämlich Glück im Unglück. An der Stelle wo sie eingeschneit waren, befanden sich mehrere heisse Quellen. In den Becken konnten sich die zwei immer wieder aufwärmen.

«Das ist eine gute Möglichkeit, die Moral zu heben, wenn du bei solchem schlechtem Wetter in den Bergen festsitzt», sagt Judd. Denn sonst seien die zwei nicht sehr gut ausgerüstet gewesen.

So aber konnte das Paar mit Resten von Erdnussbutter, Reis, Früchten und Nüssen und dem regelmässigen Bad im Wasser so lange warten, bis der Fluss wieder abgeebbt war. Dann liefen sie gemächlich nach Hause. (sas)

Alle Kommentare (1)

  • Peter  Zillner , via Facebook
    Riesenschwein gehabt und einen sehr guten Schutzengel !!!!!
    • 12.06.2012
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