Bush auf Europatour «Heimat»-Besuch vor schwierigem Putin-Treffen

  • Publiziert: 23.02.2005, Aktualisiert: 03.01.2012

BRATISLAVA (Slowakei) – Bevor sich Schröders neuer Freund Bush mit dem russischen Präsidenten Putin trifft, besuchte er noch US-Soldaten in Deutschland.

Nachdem sich der deutsche Kanzler Gerhard Schröder und der US-Präsident kumpelhaft und in bester Laune der Welt präsentiert haben (Blick Online berichtete), besuchte Bush noch schnell «heimische Gefilde»: Bei einem Zwischenstopp in Wiesbaden-Erbenheim sagte er den US-Truppen hallo.

Dabei ging sein texanisch-kerniges «Howdy» (wie gehts) im Jubel seiner Soldaten fast unter. Der US-Präsident bedankte sich bei den Militärs für ihren Einsatz in Afghanistan und im Irak.

Aber der Aufenthalt war nur von kurzer Dauer. Die «Air Force One» setzte wenig später schon in Bratislava auf. Dort wird George W. Bush am Donnerstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Ob er sich mit ihm ebenso herzlich versteht wie mit Schröder?

Immerhin hat der US-Präsident erst kürzlich die Machtkonzentration im Kreml kritisiert und gesagt, dass ihm die mangelnde Demokratie in Russland Sorge bereiten würde. Experten gehen allerdings nicht davon aus, dass Bush deswegen auf Konfrontationskurs mit Putin geht. Denn der grosse Partner im Osten ist für die US-Regierung nicht nur im Kampf gegen den Terror wichtig.

Der Kreml-Chef hat übrigens auf die Kritik aus Washington kühl reagiert: Russland verfolge einen eigenen Weg zur Demokratie, meinte Putin. Und Bundeskanzler Gerhard Schröder hat beim US-Präsidenten noch ein gutes Wort für den Gesprächspartner aus Moskau eingelegt. Er sei überzeugt, dass sich Russland nach Westen öffne.

Verkehrschaos blieb aus – der Ärger nicht

MAINZ – Zwar blieb das befürchtete totale Verkehrschaos rund um Mainz aus. Trotzdem ärgerten sich viele über die rigorosen Sicherheitsmassnahmen für den Bush-Besuch. Allen voran die Lufthansa, die gegen 100 Flüge gar nicht oder nur mit Verspätung in Frankfurt abfertigen konnte. Aber auch der Mainzer Oberbürgermeister hat die hermetische Abschottung der hohen Gäste kritisiert.

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