Wirbel um Papyrus-Fund Hatte Jesus eine Ehefrau?

BOSTON - Ein kleiner Fetzen Papyrus aus dem vierten Jahrhundert enthält ein Indiz dafür, dass Jesus verheiratet war.

  • Publiziert: 19.09.2012
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In koptischer Sprache: Dieser Papyrus-Fetzen könnte darauf hinweisen, dass Jesus verheiratet war.

(Harvard University)

Lediglich 3,8 mal 7,6 Zentimeter misst das hochbrisante Schriftstück. Es stammt aus einer privaten Sammlung. Die genaue Herkunft kennt jedoch niemand.

Karin King, Historikerin an der Universität Harvard, hat das 1700 Jahre alte Dokument untersucht. Ihre Übersetzung des in koptischer Sprache geschriebenen Textes könnte das Christentum in seinen Grundfesten erschüttern. Laut King steht auf dem Fetzen: «Jesus sagte zu ihnen, ‹meine Frau›...».

Weiblicher Jünger möglich

Bei der Frau, auf die sich das Zitat bezieht, handelt es sich laut King um «Maria». In den folgenden Zeilen diskutiere Jesus mit seinen Jüngern und sagt, Maria könne ebenfalls sein Jünger sein.

Seit den Anfängen des Christentums gibt es eine Debatte darüber, ob Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war und ob er einen weiblichen Jünger hatte. King sagte bei einem Koptologen-Kongress in Rom, das Dokument belege nicht, dass Jesus verheiratet war. Doch es gebe es Hinweise auf das Verhältnis der frühen Christen zu Familie, Sexualität und Heirat.

Ausserdem stellte King fest: Der Papyrus-Fund stammt wohl aus Ägypten und könnte ein Auszug aus einem Evangelium sein. (whk/SDA)

Beliebteste Kommentare

  •   Ron Ritter , Anaheim, CA
    nichts wirklich neues! Bereits 1947 wurden in Khoumran Fragmente gefunden, deren Inhalt man damals, bis heute als hoch Brisant und die Werte des Christentums neu zu definiernd einstufte. aber Dank der Machenschaften, vor allem des Vatikans und der weitestgehenden Dumheit der gläubigen konnte diese wissenschaftliche "Bedrohung des Abendlandes" unter den Tisch gekehrt werden und die alten längst überholten Klischees aufrecht erhalten bleiben. Ja ja, Papier ist doch so geduldig - Angst macht einem dabei nur der Gedanke daran, wie manipulativ und gefährlich Religionen waren, sind und sein werden...
  • conny  burger
    Früher waren auch die Päpste verheriatet, dass ein Papst und Priester nicht hertaten darf wurde irgendwann von der "Kirche" entschieden. Weshalb sollte Jesus nicht mit Maria Mgdalena verheiratet gewsen sein? Grundlos wird Sie ja von der Katholischenkirche nicht als Hurre dargestellt...

Alle Kommentare (22)

  • Charles  Darvin , Stein
    Der Mensch nicht Gottes Sohn Jesus musste weil er ein Nachkomme von König David war aus Palästina nach seiner schein Hinrichtung mit seiner Frau Maria Magdalena und seiner Tochter Sara nach Südfrankreich fliehen da er eine Bedrohung für die Besatzungs Macht Rom war. Und das alles wird seit den Machenschaften des so Heiligen Konstantin und seinen Vasallen in Rom unterdrückt. Also Glaubt nichts was in der Bibel geschrieben ist denn dieses Buch ist von den Machthabern seit Jahrhunderten nach ihrem Gutdünken manipuliert.
  • ramon  wäsi
    Das ganze Christentum hat mit der Wintersonnenwende am 25.dez. zu tun Jesus symbolisiert die Sonne im Himmel.
    Der Termin des Weihnachtsfestes hängt mit der Wintersonnenwende zusammen. Am 25. Dezember hat die Sonne ihren Tiefpunkt erreicht hat. Weihnachten entstand in Rom, weil dort am Tag der Wintersonnenwende das Fest des "sol invictus", des unbesiegten Sonnengottes, begangen wurde. Dieses Fest war erst 274 n. Chr. durch Kaiser Aurelian eingeführt worden. Das war der letzte Versuch, dem römischen Reich eine gemeinsame religiöse Grundlage zu geben, nachdem viele Kulte aus dem Osten sogar in der Hauptstadt des Reiches Fuß gefaßt hatten. Um die Christen gegen dieses Fest zu immunisieren, setze die Kirche dem heidnischen Sonnengott die "wahre Sonne" Jesus das "wahre Licht der Welt" entgegen.

    um das gut zu verstehen empfehle ich im Internet die Doku ZEITGEIST anzuschauen.
    Ich persönlich glaube aber schon an eine höhere Macht.
    • 19.09.2012
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  • Peter  Spiess
    Es gibt keinen Gott, beweise mir, dass es einen gibt.
  •   Sean Kobler , Bettlach
    Jesus hat es gegeben, ich bin kein Christ aber es ist eine historisch bewiesene Tatsache. Jesus war übrigens Rabbi, und alle Rabbis heiraten...
  • Simon  Purestone , Zürich
    Na und völlig unwichtig!? Der Menschensohn hatte gemäss NT auch Halbgeschwister: Mt 13,53-58: "13,53 Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dort weg. 13,54 Und er kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Synagoge, so daß sie sehr erstaunten und sprachen: Woher hat er diese Weisheit und die Wunderwerke? 13,55 Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und seine Brüder Jakobus und Joseph und Simon und Judas? 13,56 Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher hat er nun dies alles? 13,57 Und sie ärgerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seiner Vaterstadt und in seinem Haus. 13,58 Und er tat dort nicht viele Wunderwerke wegen ihres Unglaubens." Parallelstellen Mk 6,1-6; vgl. Lk 4,16-30 Vergl. Mt1,24.25. Ich verschweige die jederfrau/man zugänglichen Inhalte des NT eben nicht gezielt...


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