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Am 30. Juli 1947 kam Klein-Arnie in Thal in der österreichischen Steiermark zur Welt. Wenig deutete da auf eine glänzende Karriere hin: Sein Vater war ein einfacher Gendarm, der gerne mal zur Flasche griff und die Kinder verdrosch. Doch als Bodybuilder holte sich Schwarzenegger bereits mit 19 Jahren den Titel als «Mister Universum». Als er 1968 in die USA auswanderte, ging es mit dem Muskelprotz weiter steil bergauf.
Dass er nicht auf den Kopf gefallen ist, bewies Schwarzenegger 1979 mit seinem Bachelor-Abschluss in Betriebs- und Wirtschaftslehre. 1983 bekam er die amerikanische Staatsbürgerschaft, ein Jahr nachdem er mit «Conan der Barbar» den Durchbruch als Schauspieler geschafft hatte. Seine Rolle als Action-Held in den drei «Terminator»-Filmen machte ihn darauf weltberühmt.
2002 verabschiedete sich die «steirische Eiche» von Hollywood und zog in die Politik ein. 2003 schaffte der mit der Kennedy-Nichte Maria Shriver verheiratete Austroamerikaner die Wahl zum Gouverneur von Kalifornien. Mit lösungsorientierter und umweltfreundlicher Politik brachte der Republikaner auch viele demokratische Wähler im traditionell liberalen Bundesstaat auf seine Seite. Sie verhalfen ihm im letzten Jahr zur souveränen Wiederwahl – trotz seinem Bekenntnis zur Todesstrafe.
Zu seinem heutigen Geburtstag hat der «Governator» ein Herzensanliegen: «Ich wünsche mir, dass dieses grossartige Land weltweit wieder jenen Ruf bekommt, den es einst hatte. Zurzeit ist das nicht der Fall» gestand er der österreichischen «Kronen Zeitung».
Dabei gehe es nicht um die Menschen, «sondern ausschliesslich um die derzeitige Politik», erklärte Schwarzenegger – und trat damit verbal gegen das Schienbein von Parteigenosse George W. Bush, der für den miesen Ruf der USA vor allem verantwortlich ist. «Ich hoffe sehr, dass sich das bald ändert – und versuche, meinen Teil dazu beizutragen.»
Doch welche Rolle sieht Schwarzenegger für sich selber im Imagewandel? Noch verbietet ihm die Verfassung eine Kandidatur als US-Präsident, weil er nicht im Land geboren ist. Er verhehlt aber nicht, dass er gerne im Weissen Haus für Ordnung sorgen würde – wie das der neue Simpsons-Film in einer Persiflage schon vorwegnimmt.
«Ja, absolut», beantwortete er die Frage eines CBS-Journalisten, ob die Verfassung geändert werden sollte. «In meiner Art zu denken, gibts nur eine Losung: Immer den Höhepunkt anstreben».
Dem mächtigsten politischen Amt der Welt kommt Schwarzenegger vielleicht schon bald nahe: Als Kandidat für die Vize-Präsidentschaft könnte er im Herbst 2008 zusammen mit dem New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg in den Wahlkampf um die Bush-Nachfolge ziehen, schreibt die NZZ am Sonntag.
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