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Ist die Handystrahlung Schuld an einem Hirntumor? Ein italienischer Richter meint Ja. (Keystone )
ROM - Kann die Strahlung eines Mobiltelefons einen Hirntumor verursachen? Ein Gericht in Rom sagt: Ja. Das Urteil dürfte Handyhersteller beunruhigen.
Ein 50-jähriger italienischer Manager hatte zwölf Jahre lang durchschnittlich sechs Stunden pro Tag am Handy verbracht. Dann wurde bei ihm ein Hirntumor diagnostiziert
Zwar wurde der Tumor erfolgreich operiert. Schwere Schmerzen belasten denn Mann aber derart, dass er jetzt arbeitsunfähig ist. Der Manager beantragte aus beruflichen Gründen eine Invalidenrente. Doch diese wurde ihm nicht gewährt.
Er reichte daraufhin bei einem Gericht Klage gegen die Fürsorgeanstalt Inail ein. Das Gericht sprach ihm Recht auf die Rente zu.
Gegen das Urteil legte Inail beim Kassationsgericht Rekurs ein. Doch das oberste Gericht in Rom stellte sich auf die Seite des Managers: Es sei unbestreitbar, dass die Invaliditätsursache auf das Telefonieren mit dem Handy zurückzuführen sei.
«Ich kann das Urteil nur begrüssen. Das Kassationsgericht hat die Schädlichkeit der elektromagnetischen Strahlen eingesehen und die Gutachten unserer Sachverständigen für zuverlässig erklärt. Für mich ist das ein Beweis, dass die italienische Justiz funktioniert», sagt der Mann.
Bereits 2011 ist eine Studie eine Expertengruppe der Internationalen Agentur für Krebsforschung IARC in Lyon zum Schluss gekommen, vom Telefonieren mit den Handy könnte eine Gesundheitsgefahr ausgehen. Die Strahlung, so die Forscher, sei «möglicherweise krebserregend».
Der internationale Verband der Mobiltelefon-Produzenten CTIA wies den Bericht damals zurück. Die Analyse sei nicht aussagekräftig. (bau/SDA)
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