
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Dieses Bild ist Gaddafis Triumph: Max Göldi wird vor der ganzen Welt in Handschellen abgeführt. (AP)
«Wir freuen uns zusammen mit der Familie über diese Entwicklung», heisst es in einer Mitteilung des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). «Wir sind sehr zufrieden für ihn und seine Familie», sagte auch Altit.
Vollständig erleichtert würden sie aber erst sein, sobald auch Max Göldi zu seiner Familie heimreisen könne, gab er zu bedenken. Der Anwalt wollte keine weiteren Angaben zum Aufenthaltsort Hamdanis oder zu dessen Rückkehr machen.
Laut einem AFP-Reporter war Hamdani am Montagabend im Beisein von Diplomaten aus der Schweiz, Österreich, Spanien und Deutschland vor dem Sitz des libyschen Aussenministerium in Tripolis in ein Auto der Schweizer Botschaft gestiegen.
Tripolis zeigte sich am Dienstag zufrieden, dass die Schweiz seine Forderung gehört habe und Max Göldi nun in libyscher Gewahrsam sei. Indem er sich der Polizei gestellt habe, könne er nun vor dem Obergericht Rekurs einlegen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Jana Aussenminister Moussa Koussa.
Das EDA teilte mit, dass die sichere Rückkehr von Göldi nun «im Zentrum unserer Bemühungen» stehe. «Wir sind voller Zuversicht, dass in Kürze eine Lösung gefunden wird, die auch ihm eine Heimkehr zu seiner Familie ermöglicht», hiess es in der EDA-Mitteilung weiter.
Die Familie und sein Arbeitgeber ABB bestätigten, dass Göldi der Aufforderung der libyschen Behörden gefolgt sei und sich am Montag der Polizei gestellt hat. Er war am Montagmittag von libyschen Behördenvertretern in Handschellen abgeführt worden.
Er soll laut seinem libyschen Anwalt im Gefängnis von Aïn Zara eine viermonatige Haftstrafe wegen Visavergehen absitzen. Der Aufenthaltsort von Göldi blieb aber unklar. Laut Amnesty International ist es nicht sicher, ob er sich wirklich in dem Gefängnis bei Tripolis befinde.
Zufrieden mit den Vermittlungsbemühungen der EU zeigte sich die Aussenpolitische Kommission des Nationalrates. «Das war eine grosse Geste der EU. Man darf sehr dankbar sein», sagte Kommissionspräsidentin Christa Markwalder. Angesichts der momentanen Situation müsse die Schweiz an den Visa-Restriktionen gegenüber der libyschen Elite festhalten. (SDA/bih)
play
Die beiden Libyen-Geiseln Rachid Hamdani und Max Göldi (rechts). (Keystone)