Bewegung in der Gaddafi-Affäre Hamdani erscheint vor Gericht

  • Publiziert: 24.01.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
play Geiseln: ABB-Manager Max Göldi (r.) kam heute frei, und Stucky-Mann Rachid Hamdani schon früher. (Keystone)

TRIPOLIS – Erstmals war der Schweizer Rachid Hamdani am Sonntag an seinem Berufungsprozess wegen angeblicher Visavergehen in Tripolis vor Gericht anwesend. Das sagte sein libyscher Anwalt.

«Herr Hamdani war vor Gericht anwesend und konnte nach der Verhandlung in die Schweizer Botschaft zurückkehren», sagte Salah Zahaf. Das Urteil werde am 31. Januar gefällt.

Hamdani habe zuvor von der Gaddafi-Stiftung die Garantie erhalten, dass er nicht wieder verhaftet werde. Seif al-Islam, der politisch ambitionierte Sohn des libyschen Staatschefs Muammar al- Gaddafi, ist der Präsident der Stiftung. Zahaf begrüsste die Kooperation der libyschen Diplomatie.

Wird auch Göldi zum nächsten Gerichtstermin erscheinen?

Zuvor war der Berufungsprozess gegen Hamdani wegen Abwesenheit bereits zweimal verschoben worden. Der Berufungsprozess gegen den zweiten in Libyen festgehaltenen Schweizer, Max Göldi, soll am 28. Januar statt finden.

In einem zweiten Prozess wird den beiden Geschäftsleuten illegale wirtschaftliche Tätigkeit vorgeworfen. Diese Prozesse wurden ebenfalls bereits verschoben, für Göldi auf den 30. und für Hamdani auf den 31. Januar. (SDA/b35)

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