Entschädigung wegen Ölpest vor Alaska Halbe Milliarde für Fischer und Anwohner

  • Publiziert: 16.06.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

SAN FRANCISCO – 20 Jahre nach der Ölpest durch den Tanker «Exxon Valdez» vor Alaska hat ein Gericht Strafgelder festgesetzt. Der Ölkonzern Exxon Mobil muss 507 Millionen Dollar zahlen.

Das Geld geht an Berufsfischer, Fischverarbeiter und Anwohner, die unter der Ölpest wirtschaftlichen Schaden genommen hatten, entschieden die Richter des kalifornischen Berufungsgerichts gestern Abend.

Der Konzern muss zudem seine Berufungskosten in Höhe von etwa 70 Millionen Dollar selbst tragen und rückwirkend zum ursprünglichen Urteil von 1996 Zinsen zu einem Satz von 5,9 Prozent zahlen. Exxon hat die jetzt bestätigte Schadenersatzzahlung bereits bezahlt und Busszahlungen in Höhe von 383 Millionen Dollar geleistet.

Im vorigen Juni hatte das oberste US-Gericht die zuvor von einem Bundesgericht auf 2,5 Milliarden Dollar festgelegten Strafgelder auf 507 Millionen Dollar reduziert. Eine Jury in Anchorage (Alaska) forderte 1994 ursprünglich fünf Milliarden Dollar.

Exxon Mobil war in dem langen Gerichtsstreit immer wieder in Berufung gegangen. Ein Konzernsprecher erklärte nun, das Urteil werde geprüft.

Schlimmste US-Ölpest

Die «Exxon Valdez» hatte am 24. März 1989 die schlimmste Ölkatastrophe in der US-Geschichte verursacht, bei der rund 2400 Kilometer der Küste Alaskas verseucht wurden. Das Unternehmen hat bereits 3,4 Milliarden Dollar für Säuberungsaktionen, Schadenersatz und Geldbussen gezahlt. (SDA)

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