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Zwei Monate ists her: Mit Tempo 142 und 1,77 Promille Alkohol raste Jörg Haider am 11. Oktober in den Tod. Ein tragischer Schicksalsschlag für seine Frau Claudia. Sie hat noch nicht verkraftet. was geschah. «Die Gefühle der Trauer sind übermächtig», sagt sie im Interview mit der «Bunten».
Trotz 1,77 Promille Alkohol im Blut glaubt seine Witwe nach wie vor nicht, dass ihr Mann getrunken hatte. Sie zweifelt diese Diagnose an: «Mein Mann hat nie in diesen Mengen getrunken.» Zudem habe sie erfahren, dass im Lokal, in dem Haider war, gar kein Wodka ausgeschenkt werde.
«Unerträgliche Spekulationen»
Eine Flasche Wodka soll der Politiker mit einem jungen Mann in einer Schwulenbar gekippt haben. Unvorstellbar für seine Frau. «Diese Spekulationen sind natürlich unerträglich für mich», sagt sie. Ihr Mann sei nicht homosexuell gewesen. Und ergänzt: «In diesem Lokal verkehren auch Frauen.»
Dass Haiders Generalsekretär schluchzend erklärte, er habe seinen «Lebensmenschen» verloren, scheint die 52-Jährige nicht zu verunsichern. «Die beiden hatten ein korrektes Arbeitsverhältnis», erklärt sie. «Verwirrte Geister gebären schräge Gedanken.»
Jeden Tag an der Unfallstelle vorbei
Sie habe mit ihrem Mann fantastische Zeiten erlebt. Am Tag seines Todes seien sie mit einem Lachen auseinandergegangen. Und auch das letzte Gespräch sei lustig und heiter gewesen.
Um ihre Trauer zu verarbeiten fährt die Witwe jeden Tag an der Unfallstelle vorbei. Sie stellt oft Blumen, eine Kerze oder ein Kranz hin. «Viel schlimmer wäre es gewesen, wenn er irgendwo auf der Welt ums Leben gekommen wäre und wir dann keinen nahe liegenden Ort zur Trauer hätten», meint Claudia Haider dazu. (spj)
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Claudia Haider an der Beerdigung mit ihren beiden Töchtern Cornelia (l.) und Ulrike. (AP)