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Ein Mann meldete der Polizei Anfang Woche Folgendes: Er sei gegen halb neun Uhr morgens auf der Strecke zwischen Lambichl und Klagenfurt unterwegs gewesen, als ihn ein Raser überholte. Auf derselben Strecke ist Landeshauptmann Jörg Haider in seinem «VW Phaeton» im Oktober letzten Jahres wegen überhöhter Geschwindigkeit ums Leben gekommen.
Der Augenzeuge fuhr 70 km/h. Der andere Wagen aber habe bestimmt um die 130 Stundenkilometer drauf gehabt.
Was den Augenzeugen ausserdem stutzig machte: Der Raser-Wagen trug das in Österreich offenbar bekannte Kennzeichen «K 390 BI» – das Nummernschild von Jörg Haiders ehemaligen Dienstwagen.
Später stellte sich heraus: Hinter dem Steuer des zu schnell fahrenden Wagens sass niemand anderer als der ehemalige Chauffeur von Jörg Haider. Er war im Auftrag seines neuen Arbeitgebers, Finanzlandesrat Harald Dobernig unterwegs. Der Fahrer bestreitet nicht, dass er es eilig hatte. Aber: «Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Ich war höchstens mit 80 km/h unterwegs», sagt er gegenüber «oe24».
Böse Zungen behaupten nun, dass sich der Augenzeuge nur wegen des österreichischen Wahlkampfs bei der Polizei beschwert habe. Das bestreitet dieser aber entschieden. Er sei ein «langjähriger Freund» von Jörg Haider gewesen, und der Raser auf Haiders Todesstrecke habe ihn «einfach schockiert.» (gux)