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Jörg Haider raste mit Tempo 170 und mit 1,8 Promille mit seinem Auto in den Tod. Dieser tödliche Mix aus Geschwindigkeit und Alkohol ist amtlich bestätigt – trotzdem traut die Familie Haider der Sache noch nicht ganz.
Wie die Zeitung «Österreich» berichtet, lässt Haiders Frau Claudia den Leichnam in Italien noch einmal obduzieren – anscheinend soll festgestellt werden, ob Haider vor seinem Tod K.o.-Tropfen verabreicht wurden.
Alkohol-Konsum sah Haider nicht ähnlich
Denn aus dem Umkreis der Familie ist zu vernehmen, dass die Witwe den Angaben misstraue, welche besagen, dass ihr Mann in so kurzer Zeit so viel Alkohol getrunken hatte – bis zu seinem Abgang aus dem Lokal «Le Cabaret» hat er Zeugenaussagen zufolge nichts getrunken.
Claudia Haider hält daran fest, dass ihm das überhaupt nicht ähnlich sehe und völlig untypisch für sein Verhalten sei. Darum stellt die Familie nun auf eigene Faust Untersuchungen an.
Die Leiche Haiders wurde für weitere Untersuchungen nach Italien gebracht – oder in die Schweiz, vermuten Österreichische Medien.
Erster Obduktionsbericht: Keine Drogen
Spekulationen, welche besagten, Haider sei unter Drogeneinfluss verunglückt, wurden von der Gerichtsmedizin kurz nach seinem Unfalltod zunichte gemacht: «Im Vortestverfahren ist alles negativ, keine Drogen», sagte damals der Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Gottfried Kranz.
Noch hat Haider die ewige Ruhe nicht gefunden – noch ist der Unfall nicht restlos aufgeklärt. Was hatte es mit den SMS auf sich, die er am Steuer schrieb? Wie kam er innert so kurzer Zeit zu einem derart hohen Alkoholpegel? Spekulationen um einen Anschlag werden von der Familie Haider zurückgewiesen. Doch die offizielle Version will sie noch nicht wahrhaben. (num)
Sie zweifelt an der bisherigen Darstellung des Unfalltods: Claudia Haider.- Reuters