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Die zugenähte «Kaiserschnittnarbe» des Muttertiers. Die Präzision des Bisses ist unglaublich. (zvg)
Vier kleine Haibabys schwimmen aus der klaffenden Wunde am Bauch ihrer Mutter – alle leben, keines hat auch nur einen Kratzer.
Was ist passiert? Ein anderer, grösserer Hai hat dem Muttertier ein Loch in den Bauch gebissen, um den Babys auf die Welt zu helfen. Anscheinend habe es Probleme bei der Geburt gehabt, sagt Haiexpertin Fiona Davis dem «New Zealand Herold». «Das Tier musste sehr detailliert zubeissen, um weder das Muttertier noch die Jungen zu töten», fügt Davis hinzu. «So etwas habe ich noch nie gesehen. Die Kleinen wären sonst gestorben.»
Keiner wusste, dass der Hai tragend war
Mitarbeiter brachten die Kleinen in Sicherheit, bevor sich andere Haie und Stachelrochen über sie hermachen konnten. Niemand im Kelly Tarltons Aquarium wusste, dass das Hai-Weibchen Nachwuchs erwartete. Bei einer Geburt in der Nacht wären die Kleinen mit grösster Wahrscheinlichkeit aufgefressen worden.
Es sei nicht unüblich, dass Haie sich gegenseitig beissen, sagte Expertin Fiona Davies. Doch von einem derartigen «Kaiserschnitt» habe sie noch nie gehört.
Tierärzte nähten die Wunde des Muttertiers zu. Dabei fanden sie noch weitere vier Jungen im Bauch der Mutter. Die Babys wurden in ein separates Aquarium gesetzt und sollen später ausgesetzt werden. (SDA/s5j)