Gutachten beweist Früherer Putin-Berater Lessin starb gewaltsam

WASHINGTON - Der frühere Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Michail Lessin, ist nach US-Medienberichten gewaltsam in Washington ums Leben gekommen. Das soll ein Gutachten aus den USA zeigen. Moskau sprach von einem Herzanfall als Todesursache.

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Die «Washington Post» und andere Medien zitierten am Donnerstag aus dem Gutachten des obersten Gerichtsmediziners der US-Hauptstadt: Die Todesursache sei demnach Gewalteinwirkung gegen Lessins Kopf. Ausserdem führe der Bericht Verletzungen an Nacken, Oberkörper, Armen und Beinen an.

Lessins Leiche war am 5. November 2015 in einem Washingtoner Hotel entdeckt worden. Er wurde 59 Jahre alt. Lessin war von 1999 bis 2004 Informationsminister und später Putins Berater. Kritikern zufolge spielte er eine wesentliche Rolle bei der Knebelung unabhängiger Medien in Russland.

Die Washingtoner Polizei erklärte am Donnerstag, der Fall werde weiterhin untersucht. Ein Sprecher wollte laut «Washington Post» nicht sagen, ob es sich bei der Gewalteinwirkung um ein Verbrechen gehandelt habe.

Der Kreml hatte den Tod Lessins im November bestätigt. Die staatliche Fernsehgesellschaft Russia Today, bei deren Gründung Lessin mitgeholfen hatte, nannte eine Herzattacke als Todesursache. Davon hatte angeblich auch Lessins Familie gesprochen und sich auf entsprechende langjährige Beschwerden berufen.

Das Büro des Gerichtsmediziners in Washington war für eine Stellungnahme am Donnerstag nicht zu erreichen. (SDA) (SDA)

Publiziert am 11.03.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016
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Michail Lessin bei einem Auftritt als russischer Informationsminister 2002: Der spätere Berater von Präsident Wladimir Putin war im November 2015 in einem Washingtoner Hotel tot aufgefunden worden. Offenbar gehen die Behörden nun von einem gewaltsamen Tod aus. (Archivbild) play
Michail Lessin bei einem Auftritt als russischer Informationsminister 2002: Der spätere Berater von Präsident Wladimir Putin war im November 2015 in einem Washingtoner Hotel tot aufgefunden worden. Offenbar gehen die Behörden nun von einem gewaltsamen Tod aus. (Archivbild) KEYSTONE/EPA/SERGEI ILNITSKY

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