Gut integrierter Bauarbeiter Büezer wehren sich gegen Abschiebung von Tavus (25)

MÜNCHEN - Der afghanische Flüchtling Tavus Qurban (25) ist gut integriert und fleissig. Trotzdem soll seine Arbeitserlaubnis in Deutschland nicht mehr verlängert werden. Dagegen wehren sich jetzt seine Kollegen.

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Tavus Qurban (25) kam im Jahr 2010 als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland. Seit April 2012 arbeitet er als Bauarbeiter bei der bayerischen Firma Strasser. Nun wird seine Arbeitserlaubnis nicht mehr verlängert. Tavus droht die Abschiebung.

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Liegt niemandem auf der Tasche: Tavus Qurban ist ein vorbildlicher Arbeiter und will dies auch weiterhin bleiben. facebook.com/Strasserbau

«Für uns ist nicht nachvollziehbar, dass voll integrierte Flüchtlinge, die inzwischen Jahre bei uns tätig sind und niemandem mehr auf der Tasche liegen, abgeschoben werden», schreibt sein Arbeitgeber in einem Aufruf auf Facebook. Das Unternehmen ruft zu einer ungewöhnlichen Protestaktion auf: Für zwei Stunden sollen die Mitarbeiter auf allen Strasser-Baustellen für zwei Stunden die Arbeit niederlegen.

«Besser als so mancher Deutscher»

Tavus' Bauleiter ist voll des Lobes: «Er ist sehr fleissig, lernt schnell dazu und arbeitet besser als so mancher Deutscher», sagt der Chef laut der deutschen Nachrichtenseite «tz.de». «Es wäre schade, so einen guten Arbeiter zu verlieren.»

«Wir stehen hinter Tavus!», heisst es auf der Facebook-Seite der Baufirma. Tavus freut sich zwar über die Unterstützung seiner Kollegen. Ob der Protest jedoch hilft? «Das weiss ich auch nicht», sagt Tavus bange. (noo)

Publiziert am 30.09.2016 | Aktualisiert am 30.09.2016
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8 Kommentare
  • Pascal  Meister , via Facebook 30.09.2016
    Bloss weil einer die Arbeit gut macht, hat er noch lange nicht als integriert zu gelten. Die Arbeitsleistung zu erbringen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein und kein zu beklatschendes Wunder! Und vor allem: Die Integration sieht man erst am Partnerschafts- und Gruppenverhalten. Würde er eine Nicht-Muslimin zur Frau nehmen? Oder nur eine Muslimin, und diese zum Kopftuch zwingen? Wie verhält er sich in einer Gruppe von Männern aus demselben Kulturkreis?
  • Colette  Rudin aus Frenkendorf
    30.09.2016
    Und wieso wurde die Arbeitsbewilligung nicht verlängert? Das passiert nicht einfach ohne Grund!!!
  • Daniel  Sitter 30.09.2016
    Über gesunden Menschenverstand scheinen diese Ämter nicht zu verfügen. Wer sich als Flüchtling integriert, einer geregelten Arbeit nachgeht und daher etwas zum Wohlstand der gesamten Gesellschaft beiträgt, sollte nie abgeschoben werden. Da gibt es zig tausend andere Fälle, die diese Kriterien dieses Flüchtlings nicht erfüllen, auf der faulen Haut liegen und Geld des Staates kassieren, aber nie abgeschoben werden.
  • Erika  Ruf , via Facebook 30.09.2016
    Die Frau hat wohl Schwierigkeiten hiesige Bekanntschaften zu machen und will sich so profilieren.
  • André  Baldin 30.09.2016
    In der Schweiz wäre ein Asylant nach 6 Jahren wahrscheinlich nicht mehr abschiebbar, da viel zu gut integriert. Ich frage mich, ist Afghanistan wieder zum sicheren Land geworden ist, dann könnte wahrscheinlich auch einige in der Schweiz ansässige Afghanen zurück geschickt werden.