Erstes Verhör-Video eines Folter-Opfers Guantánamo gab Omar (16) den Rest

WASHINGTON – Dieses Video soll einen jungen «Terroristen» rehabilitieren: Es zeigt, wie Omar Khadr im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay litt.

  • Publiziert: 15.07.2008, Aktualisiert: 14.01.2012

Der US-Nachrichtensender «CNN» veröffentlichte heute eine Szene, in welcher der Kanadier sein Hemd auszieht. Dabei zeigt der mutmassliche Terrorist vernarbte Schusswunden und bricht in Tränen aus (zum Video).

Das Video stammt aus dem Jahr 2003 und zeigt Khadr im Alter von 16 Jahren bei einem Verhör, das von einem kanadischen Beamten vorgenommen wurde. «CNN» zufolge wurde die Aufzeichnung von der Verteidigung des Ex-Guantánamo-Häftlings veröffentlicht.

Falsche Geständnisse nach Folter

Dem heute 21-Jährigen wird vorgeworfen, 2002 in Afghanistan einen US-Soldaten getötet zu haben. Er hat angegeben, während seiner Gefangenschaft in Guantánamo Bay misshandelt und dadurch zu falschen Geständnissen gezwungen worden zu sein.

Verteidiger William Kuebler führte aus, dass sein Mandant 2003 unter anderem drei Wochen lang mit systematischem Schlafentzug gequält wurde. So sollte er «gefügiger und williger» zu einer Aussage gemacht werden.

Kuebler bezog sich dabei auf geheime kanadische Regierungsberichte. Sie sollen zudem belegen, dass Khadr während seiner Verhöre weinte und Geständnisse widerrief, weil er sie nur als Folge von «Folter» gemacht habe. (SDA)

play Omar Khadr bei seiner Verhaftung mit 15 Jahren. (AP)

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