Grosseinsatz in Memmingen (D) «Raclette-Tourist» gerät unter Terror-Verdacht

MEMMINGEN (D) - Er fragte eine Passantin nach dem Weg zum Rathaus – und landete deshalb fast im Knast: Die Geschichte eines Mannes, der den Raclette-Ofen seiner Mutter spazieren fuhr.

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Terror-Verdächtige hier, Terror-Verdächtige da: Nach den Medienberichten über mutmassliche Dschihadisten, die einen Anschlag in Berlin geplant haben sollen (BLICK berichtete), liegen die Nerven in Deutschland blank.

Wie blank, zeigt die Geschichte von Johannes Leichtle aus Stuttgart. Der Geschäftsmann befand sich vor kurzem auf der Durchreise im malerischen Unterallgäu, als er sich dazu entschied, im Städtchen Memmingen eine Pause einzulegen.

Dort gefiel es ihm offenbar so gut, dass er sich im Ort ein wenig umsehen wollte. Gesagt, getan – doch bei der Frage nach dem Weg zum Rathaus passierte ihm ein folgenschwerer Fehler.

Leichtle, Inhaber einer Veranstaltungsagentur für Grossevents, hakte im Gespräch mit einer Passantin nach, ob denn der Marktplatz auch gleich der grösste Platz der Stadt sei.

Die Frau fand die Frage des Mannes mit dem fremden stuttgarter Dialekt offenbar so verdächtig, dass sie die Polizei alarmierte.

Verdächtiger Gegenstand im Auto

Die Folge: Nur wenige Minuten später sah sich Leichtle von Polizisten umzingelt. Sein Auto musste er mit erhobenen Händen verlassen.

Als die Beamten dann auch noch verdächtige Stromkabel und einen metallischen Gegenstand auf dem Rücksitz seines Autos entdeckten, sah sich Leichtle schon in Handschellen gelegt.

«Was ist das?», riefen die Polizisten. Leichtle rückte mit der Wahrheit heraus: «Der Raclette-Ofen meiner Mutter.»

Gegenüber der «Süddeutschen Zeitung» sagt er heute rückblickend: «Das war kein Spass.» Den Polizisten macht er trotz allem aber keinen Vorwurf. Nur die Reaktion der Passantin findet er übertrieben: «Diese Hyper-Sensibilisierung ist ja Wahnsinn.»

Recht hat er. (vsc)

Publiziert am 16.02.2016 | Aktualisiert am 11.03.2016
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  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    16.02.2016
    Würde die Presse weniger Angst schüren, hätten wir auch weniger solcher Vorfälle!