Grösste Klima-Demo aller Zeiten: DiCaprio mit Haut und Haaren für die Umwelt

NEW YORK - Auf der ganzen Welt gehen die Menschen auf die Strassen: für mehr Klimaschutz. Unter den Demonstranten sind auch Hollywoodstars wie Leonardo DiCaprio oder Ex-Vizerpäsdient Al Gore.

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Sie haben genug von der Tatenlosigkeit der Politik: Zwei Tage vor dem UNO-Klimagipfel sind weltweit Menschen für einen wirksamen Schutz des Klimas auf die Strasse gegangen. In New York versammelten sich zehntausende Menschen zur angeblich «grössten Klima-Demonstration aller Zeiten».

Nach Angaben der Organisatoren nahmen 310'000 Menschen an der Grosskundgebung teil. Die Polizei gab keine Schätzung zur Teilnehmerzahl ab.

Mit Plakaten und Trillerpfeifen zog die Masse am südlichen Rand des Central Parks los. Mit dabei waren auch Hollywood-Star Leonardo DiCaprio, der frühere US-Vizepräsident Al Gore und New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio.

In Berlin forderten rund 10'000 Menschen verschärfte Klimaziele und einen Umstieg auf erneuerbare Energien. Das Motto der drei Protestzüge zum Brandenburger Tor lautete: «Mal schnell die Welt retten.»

Australier machten den Anfang

Bei der «Silent Climate Parade» tanzten Menschen lautlos - mit Kopfhörern - für mehr Klimaschutz, auch Radfahrer und Kinder mit ihren Familien waren unter den Demonstranten. «Es war ein fantastischer Tag», sagte Kampagnenleiter Christoph Schott. «Die Menschen haben gezeigt, dass ihnen das Klima am Herzen liegt.»

Den Auftakt zum Demonstrationsreigen hatte Australien gemacht, wo in Melbourne rund 30'000 Umweltaktivisten auf die Strasse gingen. Sie kritisierten vor allem ihren Regierungschef Tony Abbott, der eine eingeführte Kohlendioxid-Abgabe für grosse Energieverbraucher wieder abgeschafft hatte.

«Tony, Du stehst bald an der Klimaklippe», stand auf einem Plakat in Melbourne. Auch im australischen Cairns, wo die Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) tagten, kamen Demonstranten zusammen.

1300 Demonstranten in der Schweiz

Auch in der Schweiz stiess der «People's Climate March» auf Interesse: In Zürich forderten rund 500 Personen, in Genf rund 800 Personen mehr Engagement für den Klimaschutz. Umweltministerin Doris Leuthard soll vor ihrem Abflug nach New York ein Brief übergeben werden. Die Schweiz müsse dazu beitragen, dass «eine verbindliche, griffige und wirkungsvolle internationale Klima-Vereinbarung» zustande komme, heisst es darin.

 

Koordiniert hatte die Klima-Märsche am Sonntag die Organisation Avaaz, die sich als weltweite Bürgerbewegung versteht. Ihre aktuelle Online-Petition zum Klimaschutz haben bislang mehr als 1,7 Millionen Menschen unterzeichnet. Die Veranstalter sprachen von 2700 Veranstaltungen in rund 160 Ländern.

Zum UNO-Klimagipfel morgen werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter US-Präsident Barack Obama. Die Veranstaltung ist offiziell nicht Teil der Verhandlungen für einen Weltklimavertrag, soll dem Prozess aber neuen Schwung verleihen.

Der Klimavertrag soll Ende 2015 bei der UNO-Klimakonferenz in Paris verabschiedet werden und 2020 in Kraft treten. Auch die USA und China, die sich gegen verbindliche Ziele zur Senkung des CO2-Ausstosses sperren, sollen mitmachen. Ziel ist es, die Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Wert zu begrenzen. (SDA/kab)

Publiziert am 22.09.2014 | Aktualisiert am 22.09.2014
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6 Kommentare
  • Roman  Hasler 22.09.2014
    Hehe, lustig, gegen was demonstrieren sie denn? Dass CO2 nicht schuld ist, ist ja erwiesen....das ist nur ein jämmerlicher Versuch der Klimaabzocker, die Kasse am klingeln zu halten.
    • Jürg  Frei , via Facebook 22.09.2014
      Wie bitte ist es erwiesen dass CO2 nicht zur Erwaermung beitraegt?
  • Alex  Fehr , via Facebook 22.09.2014
    Die Klimaziele können keinesfalls erreicht werden, wenn es nicht bei jedem einzelnen anfängt z.Bsp. Wasser- und Stromverbrauch senken. Und natürlich nicht ein Dutzend Kinder zur Welt bringen, wenn jedes einzelne davon wiederum zuviel Ressourcen verbraucht. Die Welt wird noch vor dem Jahr 2100 12,3 Mia. Menschen haben. Jetzt stelle man sich mal die Platznot, und Ressourcenverschleiss dann vor. Da können dann selbst die Politiker nicht viel ausrichten.
  • Thomas  Setz 22.09.2014
    Wie wäre es wenn die Herren Leonardo DiCaprio und Al Gore sich dieses Them wirklich zu Herzen nehmen würden und etwas für die Umwelt zu tun? Ist natürlich einfacher einmal im Jahr an einer Demonstration teilzunehmen und den Rest des Jahren im Privatfllugzeug um die Welt zu reisen!
  • Mike  Deller 22.09.2014
    Aber selber mit Luxus-Yacht und Privatjet unterwegs, der Heuchler.
  • Matthias  Schuler 22.09.2014
    Lustig diese Di Caprio, alles für die Umwelt... jaja, und wieviele Meilen hat der gute Mann schon auf dreckigstem Wege in der Luft verbracht... heute New York, morgen Berlin, übermorgen Tokio... Aber alles für den Planeten.