Grönland Wärmster Sommer seit Messbeginn!

KOPENHAGEN - Die Durchschnittstemperaturen in Grönland haben in diesem Sommer nach einem ausserordentlich frühen Einsetzen der Eisschmelze Rekordwerte erreicht. Die Durchschnittstemperatur lag 2,3 Grad über dem Schnitt der Jahre 1981 bis 2010.

Klimawandel: Wärmster Sommer in Grönland seit Messbeginn play
Fischerboot in Grönland: Die Gegend hat den wärmsten Sommer seit Messbeginn Ende des 19. Jahrhunderts hinter sich. (Archivbild) KEYSTONE/AP Pool/EVAN VUCCI

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Wie das dänische Meteorologische Institut (DMI) am Dienstag mitteilte, lag die Durchschnittstemperatur in Tasiilaq an der Südostküste bei 8,2 Grad Celsius. Dieser Wert ist der höchste seit dem Beginn der Messungen 1895.

«Diese Werte liefern uns neue und belastbare Beweise dafür, dass der Temperaturanstieg in der Arktis weitergeht», sagte der DMI-Klimaforscher John Cappelen.

Das DMI hatte schon im Frühjahr auf ausserordentlich hohe Temperaturen in Grönland hingewiesen und dabei angemerkt, die Änderungen seien so erheblich, dass «wir überprüfen mussten, ob unserer Modelle noch stimmten».

Der Grönländische Eisschild verlor zwischen 2003 und 2010 doppelt so viel Masse wie im ganzen 20. Jahrhundert. Wegen seiner riesigen Ausmasse gehört der Grönländische Eisschild zu den Hauptfaktoren, die für den Anstieg der Meeresspiegel um 25 Millimeter zwischen 1990 und 2010 verantwortlich sind, wie eine im Dezember im Wissenschaftsmagazin «Nature» veröffentlichte Studie zeigte. (sda/sac)

Publiziert am 14.09.2016 | Aktualisiert am 14.09.2016
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8 Kommentare
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    14.09.2016
    Es ist schon traurig wie sich viele aus der Verantwortung stehlen wollen und dauernd behaupten dass das ein natürlicher Vorgang sei! Doch bei dem Mist den wir in den letzten 100 Jahren in die Luft gejagt haben, ist es nicht zu verleugnen dass der Mensch aktiv zur Veränderung beigetragen hat! Denn natürliche Klimaveränderungen dauern hunderte oder sogar tausende von Jahren und nicht wie heute nur ein paar Jahrzehnt! Unserer Kinder zuliebe sollte das Verleugnen endlich aufhören!
  • -  -.- 14.09.2016
    Genau, die Erwärmung ist schuld! Deshalb ist das Expeditionsschiff - dasjenige welches den Rückgang des Eises dokumentieren wollte - im Eis des Nordpoles stecken geblieben! Es hat Eis in Rekordmengen dort. Was für eine Ironie! Die Story ist online überall nachzulesen.
  • Heinrich  Z aus Zürich
    14.09.2016
    Dass immer mehr Unrat im Meer auftaucht ist ja wohl menschlich bedingt. Obwohl es viele gibt, die "unser" Einfluss abstreiten wollen und es als Schwankung haben wollen.
  • Walter  Nef aus Niederweningen
    14.09.2016
    Is gibt immer noch Menschen die glauben die Temperatur müsse genau so warm sein wie sie es möchten,so war es nie.
    Es geht um die Frage ist der Mensch oder die Sonne der Verursacher ,es ist eben die Sonnen und das Menschen Würstlein.
  • Rolf  Hess 14.09.2016
    Seit Bestehen der Erde hat es schon um die 65 Eiszeiten gegeben. Es gab Zeiten, da war Grönland grünes Land und es waren nicht beide Erdpole zu Eis gefroren. Das Mittelmeer hatte einmal gar kein Wasser. Wir sind in einer Aufwärmphase einer Eiszeit und streiten uns wegen zwei Grad durchschnittlicher Erwärmung der Erde. Wir zahlen uns dumm und dämlich, um das zu verhindern. Wenn uns aber die Sonne einmal ein wenig näher rückt, trocknet Alles aus und wir dazu. Das ist dann tragisch, sonst nichts.
    • Meier  Ernst aus Erde
      14.09.2016
      Der Unterschied zu den normalen Schwankungen könnte aber sein, dass sich die Temperaturen heute wesentlich schneller ändern als früher in der Vorindustrialzeit... Sprich: Tiere und Pflanzen blieb früher mehr Zeit sich auf die Änderung einzustellen. Diese Zeit bleibt den Tieren und Pflanzen heute vielleicht nicht mehr. Was in 4,5 Milliarden Jahren ist, wenn sich die Sonne aufbläht, nun, da bleibt noch ein wenig Zeit. Wette: die Menschheit zerstört die Erde, bevor die Sonne sich aufbläht...
    • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
      14.09.2016
      Das Weltklima ist ein dynamisches System. Veränderungen laufen immer exponentiell ab. Und wir haben mit unserem CO2 Ausstoss einen Prozess in Gang gesetzt der sich immer mehr beschleunigt. Zum Beispiel taut jetzt der Permafrostboden in Sibirien, Kanada und Alaska auf. Dabei wird immer mehr Methan freigesetzt, ein Gas das 20 mal klimaschädlicher ist als CO2. Also schmilzt noch mehr Eis weg, die Größe der lichtreflektierenden weißen Bereiche wird noch kleiner was zu noch schnellerem Auftauen führt
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      14.09.2016
      Herr Hess; nur verschweigen Sie, dass diese Veränderungen meistens innerhalb von hunderten oder sogar tausenden Jahren passiert sind, oft als Folge von Vulkanausbrüchen, starken Eruptionen oder Meteoriteneinschlägen!! Doch was jetzt abgeht ist zu schnell um es der natürlichen Veränderung unterschieben zu wollen. Der Mensch ist so gierig und egoistisch dass er die Folgen seines Handelns vehement abstreiten und auch keine Verbesserung im Verhalten akzeptieren will!