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Die Behörden glaubten schon, den Brand auf der Ferieninsel Rhodos eingedämmt zu haben. Doch dann geriet er erneut ausser Kontrolle. Die Feuerwehr verstärkte heute ihre Einheiten mit zusätzlichem Personal und 25 Feuerwehrwagen vom Festland.
Zudem kamen zwei italienische und zwei französische Löschflugzeuge auf der Insel an. Insgesamt waren elf Flugzeuge und drei Helikopter im Einsatz.
«Die Gefahr bleibt extrem hoch. Wir kämpfen in den Schluchten der Bergregionen mit schlechter Sicht wegen der starken Rauchbildung», sagte ein Sprecher der Feuerwehr.
Der Brand auf Rhodos hatte bis Freitagnachmittag nach Schätzungen lokaler Medien mindestens 30 Quadratkilometer Pinien- und Zypressenwald sowie landwirtschaftlich genutztes Land zerstört.
Fehleinschätzung?
Viele Menschen warfen den Behörden vor, den Brand unterschätzt zu haben. Starke Winde brachten die Flammen erneut zum Lodern. «Wir haben eine Nacht in Angst verbracht», sagte eine Frau im Fernsehen.
Hotels waren am Freitag nicht bedroht. Der Brand tobt im gebirgigen Hinterland der Insel nahe der Ortschaft Laerma, 35 Kilometer südwestlich der Touristenstadt Rhodos.
Auch nahe der westgriechischen Hafenstadt Patras brach am Freitag ein Brand aus. Wegen der Rauchbildung musste vorübergehend die Nationalstrasse Patras-Athen gesperrt werden. Kilometerlange Staus waren die Folge.
Schon vor einem Jahr waren grosse Gebiete Griechenlands von verheerenden Waldbränden heimgesucht worden. Damals traf es vor allem die griechische Halbinsel Peloponnes. (SDA/bih)