ALEPPO - Mitarbeiter von Amnesty International waren in Aleppo, um sich selbst ein Bild vom Syrien-Krieg zu machen. Ihr Report ist erschütternd.
Diese Videobilder gehören zu den seltenen, unparteiischen Aufnahmen, die den Rest der Welt aus Aleppo erreichen. Mitarbeiter von Amnesty International waren Anfang August während zehn Tagen in der heftig umkämpften syrischen Metropole. In dieser Zeit untersuchten sie 30 Attacken, bei denen mehr als 80 Zivilisten starben und viele mehr verletzt wurden.
Die Schicksale der Menschen, die sie mit der Kamera aufzeichneten, schockieren und zeigen einmal mehr, dass sich Assad nicht um das Wohlergehen des eigenen Volkes schert.
Eines dieser Schicksale ist das von Familie Hindi: Granten schlugen in ihr Haus ein. Dabei starb die dreimonatige Sana, ihre Grossmutter, ihr Onkel und ihre Tante. Bruder Abdelsalam (2) kämpft im Spital um sein Leben.
«Wie konnte es nur so weit kommen? Weshalb werden wir in unseren eigenen Häusern bombardiert? Wieso solche Attacken?», fragt der verzweifelte Familienvater. «Hier gibt es keine Soldaten. Nur ganz normale Menschen.»
Auch das Zuhause von Familie Suri wurde bombardiert – dabei starb Sohn Fadi (3). Seinem Bruder Salah (6) musste die linke Hand amputiert werden.
Amnesty filmte auch einen Vater, der versuchte, seinen Sohn mit dem Auto noch rechtzeitig ins Krankenhaus zu bringen. Dem Bub steckte eine Kugel im Kopf. (dra)
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