Gontard im Kreuzfeuer der Kolumbianer

  • Aktualisiert am 13.01.2012

BOGOTA – Die kolumbianische Staatsanwaltschaft will den Schweizer Vermittler Jean-Pierre Gontard zu einer Befragung vorladen. Entweder dort oder in der Schweiz selbst.

Der kolumbianische Generalstaatsanwalt Mario Iguaran Iguaran erklärte gegenüber Medienvertretern in Bogotá, dass es seine Behörde «nach Prüfung des Sachverhaltes für angebracht halte, eine formelle Untersuchung einzuleiten und eine Befragung anzusetzen, um die Zweifel auszuräumen, die die kolumbianische Justiz hat».

Iguaran prüft derzeit, ob eine Anhörung auch in der Schweiz durchgeführt werden kann.

Termin offen

Wann eine solche Befragung Gontards stattfinden solle, liess Iguaran offen. Nach Medienberichten plant die kolumbianische Behörde auch einen unabhängigen dritten Juristen einer neutralen Organisation als Beobachter der Anhörung einzuladen.

Die kolumbianische Regierung wirft dem Schweizer Vermittler vor, der linksgerichteten Farc-Guerrilla 2001 für deren Freilassung von zwei Mitarbeitern des Basler Pharmakonzerns Novartis persönlich 500000 Franken Lösegeld übergeben zu haben.

Sowohl Gontard als auch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) haben die Vorwürfe zurückgewiesen. (SDA/gux)

Jean-Pierre Gontard: bald im kolumbianischen Kreuzverhör?- Reuters

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