Pädophile Priester Gläubige sollen für Entschädigungs-Zahlungen spenden

  • Publiziert: 02.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

DUBLIN – Ein irischer Bischof fordert von den Gläubigen, mehr zu spenden. Sonst könne die Kirche die Entschädigungen bei Missbrauchsfällen nicht zahlen.

Der Bischof von Ferns im Südosten Irlands, Denis Brennan, schrieb heute in einem Bericht an Vertreter seines Bistums, es werde jede Hilfe benötigt. Die Entschädigungen für die dortigen 48 Missbrauchsopfer hätten bislang über 15 Millionen Franken gekostet. Zudem seien 13 weitere Verfahren im Gang.

Die Diözese Ferns war die erste in Irland, in der die Justiz gegen Priester wegen Missbrauchs grossangelegte Ermittlungen einleitete. Einer der Priester, der mit Beginn der Ermittlungen 1999 Selbstmord beging, soll acht Buben missbraucht haben.

Der für Finanzfragen des Bistums Ferns zuständige Eugene Doyle sagte der «Irish Times», der Bischof brauche über 20 Jahre 100000 Franken pro Jahr von den 100000 Gemeindemitgliedern der Region. Das Geld aus der Kollekte gehe aber nicht direkt an die Missbrauchsopfer. «Wenn die Leute spenden, müssen sie auch genau wissen, wofür.» (SDA/gca)

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