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Eine Regierungssprecherin hatte zunächst von einem «provisorischen Teilabzug» gesprochen. Dagegen berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das georgische Innenministerium und auf Reporter vor Ort von einem vollständigen und bereits abgeschlossenen Abzug aus Südossetien.
Georgien hatte am Freitag die Kontrolle über die südossetische Hauptstadt Zchinwali erobert. Russland griff umgehend in die Kämpfe ein und schickte Unterstützung für die südossetischen Separatisten, die für einen Anschluss des Gebiets an Russland kämpfen.
Die Gewalt griff zuletzt auf Georgien selbst und die ebenfalls abtrünnige Provinz Abchasien über, in der Russland gleichfalls Separatisten gegen die Regierung in Tiflis unterstützt.
10‘000 weitere Russen einmarschiert
Nach Angaben der georgischen Regierung waren in der Nacht zum Sonntag 10‘000 zusätzliche russische Truppen in die abtrünnigen Provinzen Südossetien und Abchasien einmarschiert. Die Soldaten hätten an zwei Punkten die Grenze überschritten, hiess es in einer in Tiflis veröffentlichten Meldung.
Ausserdem hat die russische Schwarzmeerflotte nach eigenen Angaben eine Meeresblockade errichtet. Sie soll georgische Schiffe mit Waffenladungen am Einlaufen hindern. (SDA)