Geschlagen und von Hunden gejagt Flüchtlinge werden in Ungarn laut Amnesty misshandelt

Wenige Tage vor dem Referendum in Ungarn zur Aufnahme von Flüchtlingen hat Amnesty International der Regierung in Budapest vorgeworfen, Asylsuchende zu misshandeln. Die Regierung versuche vor der Abstimmung bewusst Ängste in der Bevölkerung zu schüren.

Amnesty International: Ungarn misshandelt Flüchtlinge massiv! play
Flüchtlinge sind nicht willkommen: Ein Warnschild an der mit Zäunen und Stacheldraht gesicherten Grenze zwischen Serbien und Ungarn (Archiv). KEYSTONE/EPA MTI/EDVARD MOLNAR

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Hunderte Flüchtlinge seien Opfer von körperlicher Misshandlung, illegaler Rückweisung an der Grenze oder illegaler Festnahme geworden, schreibt Amnesty International in einer Mitteilung. Die Menschenrechtsorganisation beruft sich auf eine Befragung von Flüchtlingen in Serbien, Ungarn und Österreich im vergangenen Monat.

Dabei hätten in den sogenannten «Transitzonen» festgehaltene Menschen berichtet, sie seien «geschlagen, getreten und von Hunden gejagt worden«. Anschliessend seien sie von ungarischen Grenzwächtern gewaltsam zurück nach Serbien gezwungen worden.

«Im Zuge einer vergifteten Referendums-Kampagne hat die Rhetorik gegen Flüchtlinge ihren Höhepunkt erreicht«, erklärte Amnesty weiter. Vor allem Regierungschef Viktor Orban gebrauche eine «giftige Rhetorik». Diese habe sich bis in die untersten Behörden ausgebreitet und zu einem Klima der Angst vor Flüchtlingen geführt.

Referendum wird scharf kritisiert

Ungarn betreibt seit Beginn der Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr eine Politik der Abschottung. Die Regierung weigert sich vor allem, den EU-Beschluss über die Verteilung von Flüchtlingen umzusetzen.

Sie organisiert deshalb am 2. Oktober ein Referendum zu der Fragestellung: «Wollen Sie, dass die Europäische Union ohne Zustimmung des ungarischen Parlaments die verpflichtende Ansiedlung von nicht-ungarischen Bürgern in Ungarn anordnet?» Das Referendum wird von den EU-Partnern und Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert. (sda)

Publiziert am 27.09.2016 | Aktualisiert am 28.09.2016
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14 Kommentare
  • Ferenc  Soti , via Facebook 27.09.2016
    Jeder sollte wissen, dass die meiste EU-Politiker, die meiste Media-Vertreter und auch die Amnesty gekauft sind, und aus dem Hintergrund gesteuert werden. Gekaufte Verraeter !!! Was man hören und lesen kann, leider das ist selten die Wahrheit. Das Geld regiert die Welt. Die Regierung von Ungarn versucht Europa zu retten von Islam. Manchen Interessen passt das nicht, darum ist der Schwarzer Peter beim Orban Viktor.
  • Klaus  Müller 27.09.2016
    AI ist leider alles andere als politisch unabhängig, sondern steht der US Politik sehr nahe. Probleme in islamischen Ländern und Christenverfolgung wird regelmässig unter den Tisch gekehrt. Dafür haut man auf alle westlichen Länder mit Ausnahme der USA, die nicht unbegrenzt Migranten aufnehmen wollen. Russland steht auch regelmässig in der Schusslinie. NGO´s sind heute ein Mittel des politischen Kampfes - auf allen Seiten.
  • Gerhard  Steinmann aus Winterthur
    27.09.2016
    Ich lebe zur Zeit in Ungarn und habe eigene Augen und Ohren.
    Das Ungarische Volk ist wirklich gastfreundlich wenn man sich als Gast benimmt und nicht nur fordert! Tag für Tag erleben die Leute in der Umgebung von Asyl-Lagern Uebergriffe auf ihre Person. Die erwarten hier, wie überall, einen hohen Labensstandard. Aber hier ist der allgemeine Lebensstandard nicht so hoch wie z.B in der Schweiz. Auch leben hier in Ungarn ca. 2 Millionen Ungaren die sehr bescheiden durchs Leben müssen.
  • Melissa  Baumann 27.09.2016
    Ich bin überzeugt, dass es nicht so läuft: Asylbewerber sagen das nur, um schneller in einem Land bleiben zu können. Ich kenne das aus dem Sydney Morning Herald, wo Asylbewerber auf den Inseln Manus und Nauru waren/sind, dass sie das auch geschrieben oder Amnesty gesagt haben, dabei ist es ganz anders. Viele Asylbewerber machen alles, egal ob sie ihren Mund zunähen, nichts mehr Essen oder randalieren um ihren Ziel zu erreichen. Was Amnesty sagt und was genau ist, sind 2 paar Schuhe.


  • Max  Stirni 27.09.2016
    Finde ich gut, wenn Schlagzeilen von Misshandlung die Runde machen, wird vielleicht dieser unhaltaber Ansturm von Affrikanern eventuell mal gestoppt. Jedenfalls eher als wenn Mutti dauernd sagt ihr Kinderlein kommet!

    Im Ernst, so schlimm kann die Lage nicht sein. Denn noch strömmen Monat für Monat viel zuviele selbsternannte Sozialritter ins gelobte Land.