Gentiloni ist neuer italienischer Regierungschef «Das ist doch ein Renzi-Avatar»

ROM - Italien hat einen neuen Regierungschef: Staatschef Sergio Mattarella hat heute den Sozialdemokraten Paolo Gentiloni zum Ministerpräsidenten ernannt.

  play
Erfahrener Minister: Paolo Gentiloni führt neu die italienische Regierung an. Reuters

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Drama auf der Wildsau-Pirsch Jäger trifft Liebespaar – tödlich
2 Schweizer Mädchen Que (6) und Mutter wieder vereint Jetzt spricht...
3 Trump über Merkel, Aleppo und Nuklearwaffen Der Zerfall der EU ist...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

Der bisherige italienische Aussenminister folgt auf Matteo Renzi, der nach der verlorenen Abstimmung über eine Verfassungsreform zurücktrat. Staatspräsident Sergio Mattarella beauftragte den 62 Jahre alten Sozialdemokraten am Mittag mit der Bildung einer neuen Regierung, wie das Amt des Präsidenten in Rom mitteilte.

Mattarella will eine Regierung einsetzen, die das Wahlgesetz reformieren und das Land bis zum Ende der Legislaturperiode Anfang 2018 führen kann. Unter Gentilonis Führung könnte de facto eine Neuauflage der Regierung von Premier Matteo Renzi auf die Beine gestellt werden, der am Mittwoch zurückgetreten war.

Das neue Kabinett könnte aus einer Allianz aus Renzis Demokratischer Partei (PD), der rechtskonservativen Partei NCD (Nuovo Centro Destra) um Innenminister Angelino Alfano und einer Reihe kleinerer Zentrumsparteien entstehen.

Grillo: «Wir werden mit Gentiloni nicht zusammenarbeiten»

Gegen ein Kabinett Gentilonis wehren sich die Oppositionsparteien, die weiterhin auf Neuwahlen pochen. «Gentiloni ist ein Renzi-Avatar. Wir werden mit ihm nicht zusammenarbeiten", betonte der Spitzenpolitiker der europakritischen Protestbewegung Fünf Sterne, Luigi Di Maio.

Die ausländerfeindliche Lega Nord drohte mit Protesten, sollten nicht sofort vorgezogene Parlamentswahlen ausgerufen werden. Auch die rechtskonservative Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi will eine Gentiloni-Regierung nicht unterstützen.

Publiziert am 11.12.2016 | Aktualisiert am 11.12.2016
teilen
teilen
0 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

3 Kommentare
  • Beat  Schenker aus Lugano
    11.12.2016
    Zusatz. Es gibt einige dringende Probleme (zB Erdbebengebietshilfe) und Termine die von einer Regierung mit Mehrheit zu Ende gebracht werden muss. Das Problem ist nunn ein Wahlsystem auf die neue Verfassung abgestimmt die es nicht gibt. Das diese Vorgezogen wurde lag am letzten System dem Maialino (Schweinchen) die einer funktionierenden Regierung bilden wiedersprach.
  • Beat  Schenker aus Lugano
    11.12.2016
    Als erstes das Referendum hatte nichts mit mehr Macht zu tun. Das Machtverhältniss ist vom Wahlgesetz abhängig, das einer Regierung für 5 Jahre das Regieren ermöglichen sollte. Das Wahlgesetz stand aber nicht zur Abstimmung. Beide Gesetze Abstimmung und Verfassung basieren auf einer ursprünglich mit Berlusconi abgesprochener Version. von seiner Partei wurde ja dem ganzen bis zur Schlussabstimmung zugestimmt und dann am Schluss, weil für sich nicht mehr Vorteilhaft verworfen.
  • Jorge  Suizo aus San Cristobal
    11.12.2016
    Klar ist Merkel traurig, weil der Versuch, den EU-Bürokraten in Italien mehr Macht für die Beherrschung ihres Volkes zu geben, gescheitert ist. Demokratie ist doch für alle EU-"Führer" ein Fremdwort. Statt mehr streben sie unter dem Deckmantel "mehr Demokratie" noch weniger Demokratie an.