Genf verschluckt sich (fast) an Neapels Müll

  • Publiziert: 11.03.2008, Aktualisiert: 03.01.2012
play Neapels Müll stinkt zum Himmel – aber Genf kann jetzt doch nicht helfen. (AP)

GENF – Erst hatte sich der Stadtrat ein tolles Geschäft versprochen. Doch jetzt zieht er den Schwanz ein. Er will Neapels Müll lieber doch nicht verbrennen.

Er sei inzwischen zu anderen Schlussfolgerungen gekommen, sagte der grüne Staatsrat Robert Cramer heute. Er hatte sich bisher für einen Import der Abfälle in die Rhonestadt starkgemacht.

Zwar hatte er Garantien gefordert (Blick.ch berichtete). Zum Beispiel hätte Genf nur frischen Müll übernommen. Doch jetzt bleiben zu viele Unklarheiten.

Sogar in den Reihen der Grünen selbst gabs Streit. Die Voraussetzungen für einen Import seien nicht erfüllt, sagte Antonio Hodgers, Präsident der Genfer Grünen.

Neapels Müll scheint aber nicht nur zum Himmel zu stinken. Sondern sorgt auch für Verwirrung zwischen europäischen Städten. Pasquale Losa, der Verantwortliche der Behörden Neapels, hatte nämlich erklärt, die Stadt habe gar nicht die Absicht, die Abfälle in die Schweiz zu exportieren. Neapel wolle die Abfälle nach Deutschland spedieren.

Tja, manchmal lohnt es sich wohl doch, in der EU mitzumachen. Auch wenns stinkt. (SDA/snx)

Top 3

1 Teufelskerl! Mann springt aus 731 Metern Höhe – ohne Fallschirmbullet
2 Auf Sardinien Schweizer (46) stürzt in den Todbullet
3 Private Firma kauft 14 Kampfjets «Wie Top-Gun, nur besser und globaler»bullet

Ausland