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Mehr als 48 Stunden nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien werden immer noch Personen vermisst. Bis anhin forderte die Katastrophe 250 Menschenleben. 17000 Obdachlose sind zur Zeit in einem Zeltlager in der Nähe von L’Aquila untergebracht.
Doch für Ministerpräsident Silvio Berlusconi scheint das Schicksal der Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, nicht so schlimm zu sein. Den Leuten im Zeltlager fehle es an nichts, sagte er dem Nachrichtensender «NTV».
Sie hätten warmes Essen und medizinische Versorgung. Natürlich sei ihre Unterbringung «absolut provisorisch, aber man muss es eben nehmen wie ein Campingwochenende.»
Auslanditaliener wollen helfen
Mehrere italienische Organisationen in der Schweiz sammeln Geld, um einen Wiederaufbau der Häuser zu ermöglichen. Besonders die 14 Vereinigungen der Abruzzen-Italiener wollen an Festen, Tombolas und bei anderen Gelegenheiten Spenden sammeln.
Die Regierung habe den Auslanditalienern mitgeteilt, dass sie keine Soforthilfe benötige. «Aber später ist unsere finanzielle Unterstützung erwünscht, in ein paar Wochen oder Monaten, während der Phase des Wiederaufbaus», sagt Stevan Terzini, Sekretetär des Dachverbands der Abruzzer-Vereinigungen in der Schweiz. In der Schweiz leben rund 27000 gebürtige Abruzzer-Italiener. (SDA/gca)