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Der Leiter des Bundeskriminalamts, Josef Lang, sagte gestern in der TV-Sendung «Zeit im Bild 2», «im weiteren Umkreis» des Falls Natascha Kampusch seien «Verdachtsmomente in Richtung Kinderpornografie und eines Pornoringes» aufgetaucht. Diesen Aspekten werde nun nachgegangen.
Gegenüber der Zeitung «Österreich» präzisierte Lang: «Es gibt Hinweise, dass Kampuschs Entführer Wolfang Priklopil Kontakt und Freundschaften zu Menschen hatte, die sich im Kinderporno-Bereich aufhalten. Gegen konkrete Personen wird jetzt ermittelt.»
Kein Beweis für Kontakt mit Kampusch
Doch Lang warnt sogleich vor vorschnellen Schlüssen: «Es gibt aber noch keinen Beweis, dass diese Personen Kontakt zu Kampusch gehabt hatten». Die Ermittlungen hätten zu Natascha Kampusch keinen Bezug. Den Verdachtsmomenten gehe man der Vollständigkeit halber nach. Auf die Frage, ob er an einen zweiten Entführer glaube, sagte Lang, das sei völlig offen.
Die heute 20-jährige Natascha Kampusch war im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt und danach acht Jahre lang in einem Keller gefangen gehalten worden (Blick.ch berichtete). Im August 2006 gelang ihr schliesslich die Flucht, worauf ihr Peiniger Priklopil sich das Leben nahm. (noo)